Kramp-Karrenbauer hat den KSK-Chef wegen der Munitionsaffäre investigated Nürnberger Blatt untersucht

Annegret Kramp-Karrenbauer – Bild: AFP über Glomex

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) leitete im Zusammenhang mit der Munitionsaffäre mit der Elitetruppe der Bundeswehr KSK eine Voruntersuchung gegen den Kommandanten ein. Es sei nun Sache des Militärdisziplinaranwalts, zu prüfen, ob KSK-Kommandant Markus Kreitmayr mit der von ihm angeordneten Amnestie gegen die Regeln verstoßen habe, sagte der Minister am Sonntag. Während der Ermittlungen blieb der Brigadegeneral auf seinem Posten: Er habe „einen fairen und transparenten Prozess verdient“.

Kramp-Karrenbauer sprach am Sonntag von einer “Kultur der systematischen Missachtung von Regeln beim Umgang mit Munition”, die bei der KSK vorherrschte, bevor General Kreitmayr das Kommando übernahm. Dies wirft auch Fragen für die Befehlsebene der KSK “mindestens die Jahre 2017 und 2018” auf.

Der Minister will am Montag nach Calw reisen, um persönlich mit den Soldaten zu sprechen. Am Dienstag wird sie dann den zweiten Zwischenbericht über die Umsetzung des Reformpakets zur Bekämpfung von rechtsextremistischen Tendenzen bei der KSK vorlegen.

In der Kreitmayr-Affäre geht es um Munition, die aus den Elitetruppen der Bundeswehr verschwunden ist. Im vergangenen Jahr gab Kreitmayr den Soldaten die Möglichkeit, nicht autorisierte Munition ohne weitere Strafen zurückzugeben. Von Ende März bis Ende April 2020 wurden offenbar mehrere tausend Schuss Munition und wahrscheinlich auch Handgranaten gesammelt.

Die KSK hatte zuvor für eine Reihe von rechtsextremistischen Vorfällen Schlagzeilen gemacht. Minister Kramp-Karrenbauer hatte daher bereits im vergangenen Jahr eine KSK-Abteilung aufgelöst. Im Sommer will sie eine grundlegende Entscheidung über die Zukunft der Elitetruppen treffen.

Kramp-Karrenbauer sprach am Sonntag auch kurz über den Stand der Reformen bei der KSK. Das Kommando musste „in den nächsten Wochen und Monaten beweisen, dass es zu einer grundlegenden Veränderung seiner inneren Kultur fähig ist“. Sie fügte hinzu: “Ich habe dem KSK weder eine Freikarte noch ein Vorurteil gegeben.”

Wie kürzlich bekannt wurde, hatte die KSK jahrelang systematisch gegen Vorschriften zum Umgang mit Munition und Waffen verstoßen. Laut einem vertraulichen Bericht der Bundeswehrführung, der der Nachrichtenagentur AFP zur Verfügung steht, habe das Kommando der Spezialkräfte “die Vorschriften für ein ordnungsgemäßes Munitionsmanagement in den letzten Jahren grundsätzlich nicht eingehalten”.

Laut dem Bericht, der als “Verschlusssache – nur für den offiziellen Gebrauch” deklariert wurde, konnte der Verbleib von mindestens 13.000 fehlenden Munitionspatronen und 62 Kilogramm Sprengstoff in der KSK nicht mehr geklärt werden. Die systematischen Verstöße hätten “bei der Entdeckung von Munition zu manchmal erheblichen Bestandsunterschieden und Unregelmäßigkeiten geführt”, “die nicht mehr vollständig untersucht werden können”, fassen die Autoren zusammen.

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