Kraftstoffe sollen klimatischer und umweltfreundlicher werden ⋆ Nürnberger Blatt

Tankstelle – Bild: JIRAIST via Twenty20

Kraftstoffe sollten klimatischer und umweltfreundlicher werden. Am Freitagabend verabschiedete der Bundestag das Gesetz über die Treibhausgasminderungsquote, mit der die EU-Anforderungen umgesetzt werden. Dies soll den Anteil erneuerbarer Energien im Verkehrssektor erhöhen, gleichzeitig aber dem Verbrauch von Palmöl entgegenwirken, das für Klima und Natur schädlich ist.

Gemäß der neuen Verordnung sollte die Förderung der Verwendung von Palmöl für Biokraftstoffe oder Kraftstoffmischungen nun im Jahr 2023 anstelle des zuvor geplanten 2026 enden. Diese Verwendung wird wegen der häufig damit verbundenen Entwaldung des Regenwaldes kritisiert. Der Anteil erneuerbarer Energien am Kraftstoff soll bis 2030 auf 32 Prozent steigen. Damit geht Deutschland über die EU-Anforderungen hinaus, die einen Anteil von 14 Prozent vorsehen.

Die Gesetzesvorlage war von den Koalitionsfraktionen im Vergleich zum Regierungsentwurf erneut verschärft worden. “Mit den jetzt im parlamentarischen Verfahren vereinbarten Änderungen ist es uns gelungen, die notwendigen CO2-Reduzierungen noch ehrgeiziger anzugehen und damit auch die Anforderungen des Urteils des Bundesverfassungsgerichts besser zu erfüllen”, sagte die SPD-Umweltexpertin Nina Scheer.

Die Treibhausgasminderungsquote soll den Wettbewerbsnachteil durch den höheren Preis für Biokraftstoffe im Vergleich zu fossilen Brennstoffen ausgleichen. Die Gutschrift von synthetischen Kraftstoffen, die mit erneuerbaren Energien hergestellt werden, und von grünem Wasserstoff ist ebenfalls zulässig. Dies sollte auch den Flugverkehr umweltfreundlicher machen, wenn Alternativen wie elektrische Antriebe nicht verfügbar sind.

Leave a Comment