Klöckner fordert mehr Transparenz bei Eiern in verarbeiteten Lebensmitteln ⋆ Nürnberger Blatt

Eier – Bild: lelia_milaya über Twenty20

Im Gegensatz zu rohen Eiern können Verbraucher von Backwaren, Mayonnaise oder frischen Eiernudeln normalerweise nicht sagen, wie die Legehennen gehalten wurden. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) möchte sich daher beim EU-Agrarrat dafür einsetzen, dass das Haltungsetikett auch für Eier in verarbeiteten Lebensmitteln verbindlich vorgeschrieben wird. Dies soll “mehr Transparenz beim Einkaufen” gewährleisten, sagte Klöckner am Sonntag.

“Die europaweite Kennzeichnungspflicht für unverarbeitete Eier sollte auf alle Produkte ausgedehnt werden, in denen Eier verarbeitet wurden”, forderte der Minister. “Weil die Verbraucher mit der Kennzeichnung vertraut sind und viele genau darauf achten.”

Laut Landwirtschaftsministerium steht das Thema am Montag auf Initiative von Klöckner auf der Tagesordnung des virtuellen EU-Agrarrates. Die Landwirtschaftsminister wollen sich auch mit der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2022 befassen, zu der derzeit auf europäischer Ebene Trilogverhandlungen laufen, an denen neben Parlament und Rat auch die EU-Kommission beteiligt ist. Klöckner besteht darauf, dass die Verhandlungen jetzt rasch voranschreiten müssen, um die notwendige Umsetzung auf nationaler Ebene für die künftige Verteilung der EU-Agrarmittel abschließen zu können.

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