Keine unlösbaren Probleme zwischen der Türkei und den USA

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (l) mit seinem Amtskollegen Joe Biden beim NATO-Treffen in Brüssel am 14. Juni 2021 (Foto: tccb)

Brüssel – In den Beziehungen zwischen der Türkei und den USA gebe es kein Problem, das nicht gelöst werden könne, sagte Präsident Recep Tayyip Erdoğan nach einem Treffen mit US-Präsident Joe Biden in Brüssel. Sie vereinbarten, die direkten Dialogkanäle effektiv und regelmäßig zu nutzen, sagte Erdoğan.

“Wir haben die Schritte evaluiert, die unternommen werden können, um das wirtschaftliche Potenzial zwischen uns voll auszuschöpfen, unter Berücksichtigung der neuen Möglichkeiten, die sich nach der Coronavirus-Pandemie ergeben”, sagte Erdoğan und betonte die Bedeutung der Wiederbelebung der bestehenden bilateralen Kooperation und regionalen Konsultationen Mechanismen zwischen den beiden Ländern.

Erdoğan stellte fest, dass sein Treffen mit Joe Biden positiv für die Beziehungen war, und erklärte, er habe den US-Präsidenten eingeladen, die Türkei zu besuchen, und fügte hinzu, dass Biden das Land wahrscheinlich bald besuchen werde.

Biden: Es war positiv und produktiv

In der um drei Stunden verspäteten Pressekonferenz sprach US-Präsident Biden sowohl über den Nato-Gipfel als auch über sein Treffen mit Erdoğan.

„Ich habe gerade ein Treffen mit dem türkischen Präsidenten Erdoğan beendet. Wir hatten ein positives und produktives Treffen, meist Einzelgespräche. Wir hatten ausführliche Diskussionen darüber, wie wir eine Reihe von – eine Reihe von Themen – angehen sollten. Unsere beiden Länder haben viele Pläne. Unsere Teams werden unsere Gespräche fortsetzen und ich bin zuversichtlich, dass wir mit der Türkei und den USA echte Fortschritte machen werden“, sagte Biden.

Die Beziehungen zwischen den beiden NATO-Verbündeten sind aufgrund einer Vielzahl von Problemen angespannt. Im Dezember sanktionierten die USA die Türkei für den Kauf russischer S-400-Abwehrsysteme, während Ankara über die US-Unterstützung für die kurdische YPG-Miliz in Syrien, die sie als Terrororganisation betrachtet, verärgert ist.

Allerdings haben beide Länder zuletzt Bereitschaft zur Annäherung signalisiert. Biden wird künftig eine „strategische Partnerschaft“ mit der Türkei eingehen, um regionale Probleme wie in Libyen zu lösen, wo beide Länder Russlands Einfluss drosseln wollen. Viele in Ankara haben auch das Angebot der US-Regierung interpretiert, der türkischen Führung eine vermittelnde Rolle bei den Afghanistan-Verhandlungen als Teil dieser Strategie zu geben.

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