Keine alten Öfen mehr – das muss man ab Januar 2021 beachten! ⋆ Nürnberger Zeitung

Offenes Feuer

Das neue Jahr steht vor der Tür und einige Änderungen für alle Bürger in Deutschland. Zum Beispiel gelten die Soli für die meisten Mitarbeiter nicht mehr, der Mindestlohn erhöht sich geringfügig und die Mehrwertsteuerermäßigung gilt nicht mehr. Ein Überblick:

SOLIDARITÄTSZUSCHLAG

Für 90 Prozent der Steuerzahler gilt der Zuschlag ab dem 1. Januar nicht mehr, für weitere 6,5 Prozent wird er reduziert. Der Soli, für den zusätzlich zur fälligen Lohnsteuer 5,5 Prozent zu zahlen waren, wurde 1991 eingeführt, um die finanziellen Belastungen der Wiedervereinigung zu bewältigen.

Mindestlohn steigt

Der Mindestlohn wird zum Jahreswechsel von derzeit 9,35 EUR auf 9,50 EUR steigen. Danach erhöht sie sich alle sechs Monate auf 9,60 EUR, auf 9,82 EUR und schließlich am 1. Juli 2022 auf 10,45 EUR.

KINDERUNTERSTÜTZUNG

Pro Kind gibt es 15 Euro mehr. Für das erste und zweite Kind werden ab Januar jeweils 219 Euro gezahlt, für das dritte Kind 225 Euro und für jedes weitere Kind 250 Euro.

KINDERZUSATZ

Das Kindergeld, das Eltern mit niedrigem Einkommen zusätzlich zum Kindergeld gezahlt wird, wird ebenfalls erhöht: Es steigt von 185 Euro um 20 Euro auf bis zu 205 Euro pro Monat und Kind.

HÖHERE HARTZ IV-PREISE

Der Standardtarif für alleinstehende Erwachsene steigt im Januar um 14 Euro auf 446 Euro. Der Betrag für Jugendliche ab 14 Jahren steigt um 45 Euro auf 373 Euro. Ehepartner und Partner erhalten künftig 401 Euro, Erwachsene unter 25 Jahren ohne eigenen Haushalt 357 Euro.

WERTSTEUERREDUZIERUNG ENDET

In der Corona-Krise wurde die Mehrwertsteuer am 1. Juli gesenkt – der volle Satz beträgt jetzt 16 statt 19 Prozent, der ermäßigte Satz fünf statt sieben Prozent. Die Ermäßigung ist auf den 31. Dezember begrenzt. Dann gelten die alten Sätze wieder.

Der CO2-Preis kommt

Der CO2-Preis für Heizung und Verkehr, der den Verbrauch fossiler Brennstoffe weniger attraktiv machen und die Umstellung auf klimafreundlichere Alternativen fördern soll, wird zu höheren Kosten für die Kraftstoffverbraucher führen – rund sieben Cent für Benzin und acht Cent für Diesel nach ADAC. Das Heizen, insbesondere mit Ölheizung, wird ebenfalls teurer. Im Gegenzug sollte der Strompreis entlastet und die Pendlerpauschale höher sein. Es gibt auch Subventionen für den Austausch von Heizsystemen.

KEINE LÄNGEREN EINWEGKUNSTSTOFFE VOM SOMMER

Ob Plastikgabeln, Trinkhalme oder Rührer zum Mitnehmen von Kaffee: Solche Einweg-Plastikprodukte dürfen ab Anfang Juli nicht mehr verkauft werden. Dies bedeutet, dass EU-Richtlinien umgesetzt werden. Der Verkauf bestehender Bestände sollte jedoch zulässig bleiben, um die Zerstörung nicht verwendeter Einwegprodukte zu vermeiden.

ID-Karten werden immer teurer

Wer ab dem 1. Januar einen neuen Personalausweis beantragt, muss laut NRW-Verbraucherberatungsstelle fast zehn Euro mehr einplanen als bisher: Statt 28,80 Euro kostet die Ausstellung 37 Euro. Wenn Sie ab dem 2. August einen neuen Personalausweis beantragen, müssen Sie zuerst beide Zeigefinger scannen lassen, damit sie dann digital auf dem Personalausweis gespeichert werden können. Das Speichern von Fingerabdrücken war bisher freiwillig.

OUT FÜR ALTE ÖFEN

Die Zeitschrift „Finanztest“ weist darauf hin, dass Öfen, die vor 1995 installiert wurden, ab dem 1. Januar nur noch betrieben werden dürfen, wenn sie mit einem Feinstaubfilter ausgestattet sind. Öfen, die zwischen 1995 und März 2010 gebaut wurden, müssen bis Ende 2024 gemäß den strengeren Feinstaubvorschriften nachgerüstet werden. Es gibt jedoch Ausnahmen, zum Beispiel für Öfen, die vor 1950 gebaut wurden und sich noch an derselben Stelle im Haus befinden. Auch offene Schornsteine ​​sind nicht betroffen.

Leave a Comment