KBV-Chef sieht den Beginn der Impfungen für gefährdete Hausärzte nach der Entscheidung von Astrazeneca nicht ⋆ Nürnberger Blatt

Impfung – Bild: StudioRomantic über Twenty20

Der Vorsitzende des Verwaltungsrates der Nationalen Vereinigung der gesetzlichen Krankenversicherungsärzte (KBV), Andreas Gassen, sieht den Beginn der Impfungen für Allgemeinmediziner in der kommenden Woche nicht als gefährdet durch das teilweise Impfverbot gegen Astrazeneca. Der Impfstart in der Arztpraxis wird zunächst nur mit dem Impfstoff von Biontech und nicht mit Astrazeneca beginnen, sagte Gassen von der “Rheinischen Post” (Donnerstagausgabe). Der Astrazeneca-Impfstoff wird „jetzt hauptsächlich in den Impfzentren eingesetzt“.

In den Praktiken “werden mehr Biontech und bald Johnson & Johnson verwendet”, sagte Gassen der Zeitung. Er forderte einen höheren Anteil von Biontech an der Verteilung von Impfstoffen für Arztpraxen in der Zukunft. “Wenn wir von nun an in zunehmenden Mengen in der Arztpraxis impfen wollen, brauchen die niedergelassenen Ärzte vor allem Biontech.”

Trotz der Entscheidung von Astrazeneca hält der KBV-Chef das Versprechen der Bundesregierung, jedem deutschen Staatsbürger bis Ende des Sommers ein Impfangebot anzubieten, für realisierbar. “Wenn die Impfzentren ihre wöchentliche Zahl von 2,2 Millionen Impfungen erreichen, beginnen die Arztpraxen jetzt und die Ärzte des Unternehmens helfen, dann glaube ich, dass wir dies weiterhin als gemeinsame Anstrengung tun können”, sagte Gassen.

Der stellvertretende KVB-Chef Stephan Hofmeister riet niedergelassenen Ärzten von der Verabreichung des Astrazeneca-Impfstoffs an unter 60-Jährige in Bezug auf das Redaktionsnetzwerk in Deutschland ab, obwohl dies unter bestimmten Bedingungen gemäß den geänderten Empfehlungen möglich ist. “Die Zeit, die für die Beratung und intensive Aufklärung jüngerer Patienten benötigt wird, steht einer schnellen Impfkampagne diametral entgegen”, so Hofmeister.

Natürlich kann jeder Arzt Astrazeneca bei Personen unter 60 Jahren anwenden. Er muss sich jedoch darüber im Klaren sein, dass dann auch erhöhte Anforderungen an Information und Beratung bestehen. “Es reicht nicht zu sagen, dass der Patient es wollte.”

Bis zu einem gewissen Grad könnte Astrazeneca auch in der Praxis geimpft werden, sagte Hofmeister den Zeitungen. “Aber es darf keinesfalls so sein, dass wir praktisch gezwungen sind, ein langsames Unternehmen zu verkaufen.”

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