In Deutschland lebender Mafioso nach Festnahme in Spanien an Italien ausgeliefert ⋆ Nürnberger Blatt

Justitia – ein Symbol für Rechtsstaatlichkeit

Ein in Deutschland lebender und nach dreijähriger Flucht in Spanien festgenommener Mafioso wurde nach Italien verlegt, wo er nun eine 20-jährige Haftstrafe verbüßen soll. Wie die spanische Polizei am Samstag bekannt gab, wurde Giuseppe Romeo am Vorabend unter Bewachung von Barcelona nach Rom geflogen. Als eines der wichtigsten Mitglieder eines internationalen Drogenhandelsrings soll der 35-Jährige die Transportwege und die Verteilung von Drogen in Europa kontrolliert haben.

Romeo gehört zur mächtigen kalabrischen Mafia-Organisation ‘Ndrangheta. Er lebte in Deutschland und transportierte unter anderem jede Woche mit anderen Kriminellen rund 40 Kilogramm Kokain aus den Niederlanden nach Mailand, so die Ermittler. Er kümmerte sich auch um die “Verträge” mit Drogendealern in Deutschland, Belgien und den Niederlanden.

Einige Komplizen von Romeo wurden 2018 während eines groß angelegten Polizeieinsatzes festgenommen, an dem auch deutsche Beamte beteiligt waren. Der 35-Jährige konnte fliehen, er wurde im März dieses Jahres aufgrund eines internationalen Haftbefehls in Barcelona gefasst. Romeo war zuvor in seiner Heimat Italien zu 20 Jahren Gefängnis in Abwesenheit verurteilt worden.

Die ‘Ndrangheta gilt als Italiens mächtigste Mafia-Organisation. Morde, Drogenhandel, Erpressung, Geldwäsche und illegale Abfallentsorgung gehören zu den Dingen, für die sie verantwortlich sind.

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