Imam-Mord: Lebenspartner und Bruder des Opfers festgenommen

(Foto: Facebook / Masjid Al Madina Stuttgart)

Ebersbach – Nach dem Mord an einem 26-jährigen Imam in Ebersbach an der Fils stehen der 25-jährige Bruder und der 30-jährige Lebenspartner der getöteten Person nun unter ernsthaftem Verdacht. Wie die Staatsanwaltschaft in Ulm und die Polizei bekannt gaben, befinden sie sich bereits in Haft. Die pakistanische N.awaz Qadri Sahib war ein Imam in einer Moschee in Stuttgart.

Laut ihrem Partner war Sahib bei ihr am Montagabend gegen 18 Uhr auf einem Spaziergang auf den Fils. In der Nähe der Unterführung unter der Albstraße näherten sich zwei Fremde dem Paar und schlugen den 26-Jährigen ohne Grund brutal. Dann flohen die unbekannten Täter. Sahib starb vor Ort trotz Wiederbelebungsversuchen. Seine Frau überlebte den Angriff mit leichten Verletzungen.

Die Polizei leitete sofort eine Fahndung und eine intensive Untersuchung ein. Sie bildete eine Sonderkommission zur Untersuchung des Verbrechens. Die Polizei durchsuchte intensiv die Umgebung des Tatorts nach Beweisen. Die Autopsie der Leiche ergab, dass der Mann an den Folgen massiver Gewalt am Kopf starb. Die Ermittler wissen noch nicht, was diese schweren Verletzungen verursacht hat.

Die intensiven polizeilichen Ermittlungen wurden über die Feiertage fortgesetzt. Im Zuge dieser Untersuchung entstand ein Verdacht gegen den Lebenspartner der getöteten Person und ihres Bruders, woraufhin der zuständige Richter am Amtsgericht Durchsuchungsbefehle ausstellte. Deshalb durchsuchte die Polizei am Samstag die Wohnung des Toten und seines Partners, in der auch sein Bruder lebte. Die Polizei durchsuchte auch eine Wohnung im Bezirk Ostalb, in der die Frau verwandt war.

Während der Suche fand die Polizei verschiedene mutmaßliche Beweisstücke. Ihre Bewertung ist noch nicht abgeschlossen. Auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft Ulm erließ der zuständige Richter am Amtsgericht einen Haftbefehl gegen den 30-jährigen deutschen Partner und den 25-jährigen pakistanischen Bruder des getöteten Mannes. Die beiden sind jetzt in Justizvollzugsanstalten.

Die Untersuchung des Motivs für das Verbrechen ist noch nicht abgeschlossen. Die Ermittler vermuten dies derzeit im Familienbereich.


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