Handyverträge über 900.000 Euro zu Arbeitgeberkosten abgeschlossen

Die Justitia - ein Symbol für Rechtsstaatlichkeit
Die Justitia – ein Symbol für Rechtsstaatlichkeit

Ein 33-Jähriger wurde zu zwei Jahren Bewährung verurteilt, weil er im Auftrag der Stiftung Preußisches Kulturerbe Handyverträge mit einem Gesamtwert von mehr als 900.000 Euro abgeschlossen und die rund 300 Handys weiterverkauft hatte. Am Bezirksgericht Berlin-Tiergarten bezeichnete Richterin Franziska Wagner die Handlungen der Angeklagten in ihrem Urteil vom Montag als “Inbegriff der Untreue”. Insgesamt verdiente der Beklagte mit dem Verkauf der Geräte rund 160.000 Euro.

Der 33-Jährige war für die Beschaffung der technischen Ausrüstung bei der Stiftung verantwortlich. Zu Beginn des Prozesses gab er alle Anklagen zu und entschuldigte sich. “Mit meinen Handlungen habe ich das mir entgegengebrachte Vertrauen missbraucht”, sagte er in einer Erklärung seines Anwalts. Er erklärte sich bereit, 500 Euro pro Monat an die Stiftung zurückzuzahlen. Er gab auch ein notarielles Schuldbekenntnis für rund 500.000 Euro.

In ihrem Plädoyer forderte die Staatsanwaltschaft eine zweijährige Bewährungsstrafe mit einer dreijährigen Probezeit. Der Angeklagte sollte auch 300 Stunden Zivildienst leisten. Die Verteidigung forderte auch eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren.

“Sie kauften teure Sachen, verwöhnten ihre Freunde und luden sie ein”, sagte Richter Wagner in den Gründen für das Urteil. Der Angeklagte hatte auch Reue gezeigt, weshalb es möglich war, ihm “ausnahmsweise diese Chance auf Bewährung” zu gewähren. Der Angeklagte “hat gerade eine tatsächliche Gefängnisstrafe verpasst”.

Das Gericht folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die Probezeit für die zweijährige Haftstrafe wegen Untreue in 33 Fällen auf drei Jahre festzusetzen. Der Mann muss außerdem innerhalb eines Jahres 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

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