Halal – Großes Geschäft mit muslimischen Kunden

Mit einer Sondergenehmigung darf Rüsten Altinküpe eine begrenzte Anzahl Lämmer „halal“ schlachten. (Foto: ZDF)

Mainz – In Deutschland wird der Begriff „Halal“ vor allem mit islamischen Lebensmitteln in Verbindung gebracht. Das Halal-Konzept bezieht sich auf die gesamte Welt der Muslime: von der Ernährung über Kleidung, Arbeit, Freizeit bis hin zur Partnerwahl.

Die ZDFinfo-Doku “Halal – Das große Geschäft mit muslimischen Kunden” wirft weiter Montag, 5. Juli 2021, 20.15 Uhr, ein Blick auf den hart umkämpften Markt für Produkte, die als “halal” gekennzeichnet sind, und zeigt gleichzeitig, welche Betrügereien mit dem Label begangen werden. Der Film von Dunja Keuper und Candan Six-Sasmas ist bereits im ZDF Mediathek um zu sehen.

Der Begriff „halal“ bedeutet übersetzt „erlaubt“ und bezieht sich auf Handlungen und Dinge, die dem Islam entsprechen. Da es im Islam mehrere Rechtsschulen gibt, kann die Auslegung auch unterschiedlich sein. Fast zwei Milliarden Muslime leben weltweit. Sie gehören zu den am schnellsten wachsenden sozialen Gruppen.

Daraus ergibt sich ein großes Marktpotenzial, das in Ländern wie Frankreich und England bereits nahezu ausgeschöpft wird. Auch in Deutschland gewinnen „Halal“-Produkte immer mehr an Bedeutung. Die Kehrseite des Wachstums ist jedoch ein hart umkämpfter Zertifizierungsmarkt. Zudem wird der Begriff oft als reines Marketinginstrument verwendet.

ZDFinfo zeigt die Dokumentation noch einmal auf Mittwoch, 14. Juli 2021, 6.15 Uhr.

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