Große Unterschiede in den Bundesländern bei der Prüfung der Home-Office-Verpflichtung in Unternehmen ⋆ Nürnberger Blatt

Symbolisches Bild: Home Office

In den Bundesländern gibt es große Unterschiede in der Art und Weise, wie die Behörden die Verpflichtung prüfen, in Unternehmen von zu Hause aus zu arbeiten. In Hamburg wurden in der ersten Woche 271 Unternehmen inspiziert, und die Behörden stellten 17 Verstöße fest, wie eine am Donnerstag veröffentlichte ZDF-Umfrage „heute“ in allen 16 Bundesländern ergab. In Berlin (200 Kontrollen, drei Verstöße), Sachsen-Anhalt (145 Kontrollen, null Verstöße), Niedersachsen (135 Kontrollen, zehn Verstöße) und Thüringen (90 Kontrollen, neun Verstöße) wurden seitdem vergleichsweise viele Inspektionen durchgeführt Die Verordnung trat in Kraft.

In anderen Bundesländern gab es laut ZDF jedoch “heute” eine überschaubare Anzahl von Kontrollen, beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern (65 Kontrollen, keine Angaben zu Verstößen), in Sachsen (53 Kontrollen, keine Angaben zu Verstößen) oder Schleswig-Holstein (50 Kontrollen, keine Angaben zu Verstößen). Bisher gab es in Bremen keine einzige Kontrolle. In Baden-Württemberg konnten die Zahlen nur bei 13 der 43 Handelsaufsichtsbehörden erhoben werden; Danach gab es rund 37 Kontrollen mit vier identifizierten Verstößen. Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz konnten oder wollten keine detaillierten Informationen liefern.

Laut ZDF- „heute“ wurde im Saarland und in Brandenburg proportional eine besonders große Anzahl von Verstößen gemeldet: 14 Verstöße wurden bei 29 Inspektionen im Saarland festgestellt, dh in rund 48 Prozent der Fälle. In Brandenburg stellten die Behörden drei Verstöße in fünf bisher abgeschlossenen Fällen fest, was 60 Prozent entspricht.

Unternehmen mussten drei Wochen lang von zu Hause aus arbeiten, es sei denn, es liegen zwingende betriebliche Gründe vor. Bei Verstößen können die Behörden Anordnungen erlassen; Unternehmen halten sich nicht an die Bestellungen und es sind Bußgelder möglich.

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