Großbritannien will China-Importe aus uigurischen Lagern verbieten

(Archivfoto: UHRP)

London – Großbritannien plant, den Import von Waren zu verbieten, die vermutlich durch Zwangsarbeit in der chinesischen Provinz Xinjiang hergestellt wurden.

Laut britischen Medienberichten wird Außenminister Dominic Raab diese Woche seine Pläne den Abgeordneten vorstellen, die auch strengere Gesetze für den Export von Waren oder Technologien enthalten, die zur Unterdrückung eingesetzt werden könnten. Großbritannien beschuldigte China am Dienstag Menschenrechtsverletzungen einschließlich “Barbarei” gegen die uigurische Minderheit.

“Es ist wirklich eine schreckliche Barbarei, von der wir gehofft haben, dass sie in einer anderen Ära verloren gegangen wäre, die heute, wie wir sprechen, von einem führenden Mitglied der internationalen Gemeinschaft praktiziert wird”, sagte Raab gegenüber dem Parlament.

“Wir haben die moralische Pflicht, darauf zu reagieren.”

Raab skizzierte Pläne, britische Unternehmen zu sperren, die versehentlich oder absichtlich Menschenrechtsverletzungen gegen Uiguren in der nordwestchinesischen Provinz Xinjiang fördern oder dazu beitragen.

(Screenshot / Twitter)

Zu den Maßnahmen gehörten die Verschärfung des britischen Gesetzes über moderne Sklaverei, um Geldbußen für Unternehmen einzuführen, die sich nicht an Transparenzvorschriften halten, die Ausweitung des Gesetzes auf den öffentlichen Sektor und eine “dringende Überprüfung” der Exportkontrollen in der Umgebung von Xinjiang.

Der Schritt steht im Gegensatz zu einem Abkommen zwischen der Europäischen Union und Peking im Dezember, das europäischen Unternehmen einen besseren Zugang zu chinesischen Märkten ermöglichen und dazu beitragen würde, die unausgewogenen Wirtschaftsbeziehungen aus europäischer Sicht zu korrigieren.

Der frühere Vorsitzende der Konservativen Partei, Iain Duncan Smith – ein ausgesprochener Kritiker Chinas – sagte gegenüber dem Die SonneEr begrüßte die Pläne, aber sie reichten nicht aus, um “das wachsende Problem zu lösen, mit dem wir in China konfrontiert sind”.

Chinas Verfolgung der uigurischen Minderheit in Xinjiang hat in den letzten Jahren zugenommen und ist laut Experten ein kultureller Völkermord. Es wird angenommen, dass mehr als eine Million Menschen in Haftanstalten festgehalten werden, und es gibt zunehmend Hinweise auf Umerziehungsprogramme, Einschränkungen religiöser und kultureller Überzeugungen, Zwangsarbeitsprogramme und Massenüberwachung Zwangssterilisation von Frauen. Zwangsarbeit ist auch eine der Vorwürfe. Trotzdem produzieren Unternehmen dort.

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