Göring-Eckardt warnt Grüne vor Forderungen nach einem höheren CO2-Preis ⋆ Nürnberger Blatt

Symbolbild: CO2

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, hat ihre Partei vor Forderungen nach einem noch höheren CO2-Preis gewarnt. „Wir dürfen niemanden überfordern“, sagte Göring-Eckardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwochsausgaben). Sie unterstützte jedoch den Vorschlag der grünen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock, den Benzinpreis um 16 Cent zu erhöhen.

Die Grünen streben in ihrem Wahlprogramm derzeit eine Anhebung des CO2-Preises von 25 auf 60 Euro pro Tonne emittiertem Treibhausgas bis 2023 an . „Ich glaube, dass wir mit einem CO2-Preis von 60 Euro genau richtig liegen“, sagte der Gruppenleiter. “Das ist ein vernünftiger, ehrgeiziger Betrag.”

Allerdings hat die Bundesregierung die geforderte Benzinpreiserhöhung bereits beschlossen. „Wir wollen aus Klimaschutzgründen nur, dass es etwas schneller geht“, sagte Göring-Eckardt.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) plädierte unterdessen für eine „CO2-Preisbremse“, um insbesondere auf stark gestiegene Kraftstoffpreise zu reagieren. „Es wurde beschlossen, schrittweise in höhere CO2-Preise einzusteigen, um Zeit für Innovationen zu haben“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Wenn aber „ein Rohölboom kurzfristig die Preise an den Zapfsäulen ins Rutschen bringt“, würde dies die gute Wirtschaftslage ersticken.

Scheuer und Göring-Eckardt sind sich jedoch einig, dass höhere Energiekosten sozial kompensiert werden sollten. “Wer auf dem Land lebt und auf ein Auto angewiesen ist, sollte nicht extra bezahlen”, sagte der Fraktionsvorsitzende der Grünen. Der Verkehrsminister sprach von einem „Klimabonus“ als Ausgleich für die Belastungen durch steigende CO2-Preise.

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