Gewerkschaft und Fleischindustrie verhandeln nächste Woche über Löhne und Arbeitsbedingungen ⋆ Nürnberger Blatt

Symbolisches Bild: Fleischindustrie

Die deutsche Fleischindustrie und die Food-Genuss-Restaurant-Gewerkschaft (NGG) verhandeln am kommenden Donnerstag in Hamburg über den Abschluss von Tarifverträgen. Die NGG kündigte am Freitag an, dass Löhne und Arbeitsbedingungen in mehreren Schritten gemeinsam geregelt werden sollten. Sie fordert einen Mindestlohn von zwölf Euro pro Stunde für alle Mitarbeiter in der Schlachtung und Verarbeitung.

“Die Verhandlungen werden nicht einfach sein, aber es ist dringend erforderlich, dass wir mehr als 160.000 Arbeiter aus dem Tal der Tränen holen und menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen gewährleisten”, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft, Freddy Adjan. Die NGG fordert einen Mindestlohn von 14 Euro pro Stunde nach einer kurzen Ausbildungszeit und 17 Euro pro Stunde für Facharbeiter in der Branche.

Auf Ersuchen der Gewerkschaft sollte ein weiterer Tarifvertrag die Mindestarbeitsbedingungen wie Arbeitszeit, Arbeitszeitkonten, Prämien und Urlaub regeln. “Diese Tarifverträge sind allgemein verbindlich zu erklären”, erklärte die NGG. “Dies bedeutet, dass sie sich dann direkt und obligatorisch an alle Mitarbeiter der Fleischindustrie wenden, unabhängig davon, ob ein Arbeitgeber an Tarifverträge gebunden ist.”

Adjan erklärte: „Das Arbeitsschutzgesetz zeigt seine Wirkung. Zum ersten Mal werden mehrere Tarifverträge ausgehandelt. Wenn es möglich ist, dieses Paket zusammenzustellen, haben billige Häuser keine Chance. Dann gibt es für alle die gleichen Spielregeln und eine ganze Branche kann neu geordnet werden. “”

Das neue Arbeitsschutzgesetz ist seit dem 1. Januar in Kraft. Es sollte die Arbeitnehmer in der Fleischindustrie besser vor Ausbeutung und Gesundheitsgefahren schützen. Fleischfirmen ist es daher untersagt, aufgrund von Arbeits- und Dienstleistungsverträgen externes Personal einzusetzen. Ab dem 1. April sind auch Zeitarbeit in den Bereichen Schlachten, Schneiden und Verarbeiten weitgehend verboten. Das Gesetz war auch eine Reaktion auf die vielen Koronainfektionen in deutschen Schlachthöfen im vergangenen Jahr.

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