Gesundheitsministerium will die Vergütung für Corona-Schnelltests kürzen Nürnberger Blatt

Schnelltest

Aufgrund von Unregelmäßigkeiten bei der Abrechnung und Qualität der Corona-Schnelltests plant das Bundesgesundheitsministerium einem Bericht zufolge eine Neufassung der Testverordnung. Diese sehe eine Kürzung der Vergütung für die Tests vor, berichtete die “Welt am Sonntag” unter Berufung auf ein neues Eckpunktepapier. Darin heißt es, dass die „Vielzahl unterschiedlicher Vergütungsoptionen und die Höhe der aktuellen Vergütung“ „Anreize für strategisches Handeln“ bieten.

Ein erster Entwurf der neuen Prüfungsordnung soll daher Anfang nächster Woche vorgelegt werden. Ziel sei es, „die unterschiedlichen Vergütungsmöglichkeiten zu vereinheitlichen und die Höhe anzupassen“. Demnach soll die Vergütung für den Tupfer auf acht Euro (derzeit bis zu 15 Euro) angesetzt werden. Sachkosten sind nur pauschal in Höhe von drei Euro (bisher bis zu sechs Euro) zu erstatten.

Laut Eckpunktepapier sind zudem strengere Kontrollen geplant. Die zuständigen Behörden der Länder und Kommunen sollten daher die Einhaltung von Qualitätsstandards und die Zuverlässigkeit der Dienstleister überprüfen – „bei Beauftragung, aber auch durch stichprobenartige Besuche von Prüfstellen“. Die für die Abrechnung zuständigen gesetzlichen Krankenkassen sollen „den ausdrücklichen Auftrag“ erhalten, die Rechtmäßigkeit und Plausibilität der Rechnungen zu prüfen. Entsprechend sind auch nachträgliche Stichprobenkontrollen vorgesehen.

Zuletzt hatte es vermehrt Berichte über Betrug bei den kostenlosen Bürgertests gegeben. Die Betreiber von Testzentren zum Beispiel mussten bisher noch nicht einmal nachweisen, dass sie Antigen-Schnelltests gekauft haben, um eine Erstattung zu bekommen.

Leave a Comment