Gefährliche Keime in Wasser und Schlamm

(Symbolfoto: Pixabay)

Durch undichte Kanäle oder überflutete Klärgruben sind Massen von Fäkalien ins Wasser und den Schlamm geraten, die sich im feuchtwarmen Klima weiter vermehren. Bei Kontakt können sie unter anderem schwere Magen-Darm-Erkrankungen verursachen. Dringen die Keime durch Wunden in die Haut ein, besteht die Gefahr einer hartnäckigen Entzündung und im schlimmsten Fall einer Blutvergiftung.

„Was für unsere Kollegen und Experten vor Ort gilt, empfehlen wir den Bewohnern und Helfern in den Katastrophengebieten daher dringend, Infektionen zu vermeiden“, sagt Gerd Henge, Umweltexperte beim R+V-Dienstleister KRAVAG Umwelt und Sicherheitstechnik GmbH. Er rät Ihnen beim Putzen Schutzkleidung, Gummistiefel und Handschuhe und ggf. Mund-Nasen-Schutz zu tragen. „Die Ansteckungsgefahr wird reduziert, wenn die bei der Arbeit getragene Kleidung täglich gewechselt und bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen wird. Mancherorts helfen mobile Duschen und Waschcontainer Menschen, die weder Strom noch Wasser haben. “

Henge warnt davor, bei der Arbeit zu trinken, zu essen oder zu rauchen. „Damit die Keime nicht über die Schleimhäute in den Körper gelangen, sollte man sich vorher gründlich die Hände mit klarem Wasser waschen und bestenfalls sogar desinfizieren – wie wir alle während der Corona-Zeit gelernt haben.“ Lassen Sie Ihre Tetanus- und Diphtherie-Impfungen von Ihrem Hausarzt überprüfen. „Für die Betroffenen ist die Situation schon schlimm genug: Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass keine Menschen mehr zu Schaden kommen“, sagt Henge.


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