Frankreichs Haushaltsdefizit im Jahr 2021 um 47 Milliarden Euro höher als geplant ⋆ Nürnberger Blatt

Symbolisches Bild: Demo in Frankreich

Das französische Haushaltsdefizit dürfte im Jahr 2021 um 47 Milliarden Euro höher sein als prognostiziert. Anstelle der zuvor geschätzten 173,3 Milliarden Euro wird das Defizit 220 Milliarden Euro betragen, sagte Haushaltsminister Olivier Dussopt am Samstag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Der Grund dafür sind weitere Maßnahmen seiner Regierung, um die wirtschaftliche Erholung des Landes nach den verheerenden Auswirkungen der Koronapandemie zu verbessern, sagte Dussopt.

Wie sich die neuen Zahlen auf das Staatsdefizit auswirken werden, war zunächst unklar. Die vorherigen Prognosen gehen von einem Defizit von 9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in diesem Jahr und einem Rekordanstieg der Schuldenlast auf 118 Prozent des BIP aus.

Frankreich hat hohe Schulden gemacht, um die Wirtschaft angesichts von drei landesweiten Sperren am Leben zu erhalten. Das Geld floss unter anderem in Kurzzeitarbeitsleistungen und Unternehmenshilfe. Dussopt schätzte letzten Monat, dass die Pandemie den französischen Staat bis 2022 knapp eine halbe Billion Euro kosten wird.

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