Fragen und Antworten zum Beginn der Corona-Impfung am Sonntag ⋆ Nürnberger Blatt

Impfung – Bild: Rohane via Twenty20

Die Impfungen gegen das Coronavirus sollten am Sonntag nach Weihnachten beginnen. Aber es wird bis weit in das nächste Jahr dauern, bis jeder, der die Injektion will, sie tatsächlich bekommt. Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Start der Impfkampagne:

Wo beginnen die Impfungen am Sonntag?

Die Impfkampagne beginnt am 27. Dezember in Alten- und Pflegeeinrichtungen. Mobile Impfungsteams sollen eingesetzt werden, um die Häuser zu besuchen und dort Bewohner und Mitarbeiter zu impfen. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums entscheiden Bundesländer und Kommunen, in welchen Häusern zuerst geimpft wird.

Wie finde ich heraus, wann ich an der Reihe bin?

Die Impfberechtigten werden von den Behörden informiert – wie dies geschieht, ist auf Ebene der einzelnen Bundesländer geregelt. Damit es vor den Impfzentren keine langen Warteschlangen gibt, sollte es ein einheitliches Terminmanagement geben – dies wird wahrscheinlich auf den bestehenden Termin-Servicepunkten unter der landesweiten Nummer 116117 basieren. Wer sich impfen kann, kann sich dort registrieren.

Wie funktioniert die Impfung?

Wer nicht zu Hause geimpft ist, muss sich an ein Impfzentrum wenden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums müssen sich diejenigen, die geimpft werden möchten, zunächst dort ausweisen. Anschließend erhalten sie Informationen zu Impfungen, Risiken und Nebenwirkungen sowie einen Fragebogen zu ihrem Gesundheitszustand. Die Impfung wird in einzelnen Kabinen von qualifiziertem Personal durchgeführt. Für Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, die vor Ort geimpft werden, bieten die Einrichtungen einen Anspruch auf die Impfung.

Wer bezahlt die Impfung?

Dies geschieht durch die Bundesregierung, die Geimpften müssen nichts bezahlen. Es wird nicht zwischen privat und gesetzlich versicherten Personen unterschieden. Die Bundesländer und die Krankenkassen finanzieren den Aufbau und die Organisation der Impfzentren. Die Bundesländer und Gemeinden müssen sicherstellen, dass ausreichend Personal für den Betrieb der Impfzentren zur Verfügung steht.

Wie oft müssen Sie sich impfen lassen?

Der Biontech / Pfizer-Impfstoff wird über einen Zeitraum von drei Wochen in zwei Dosen verabreicht. Dies soll sicherstellen, dass es richtig funktioniert.

Sind die Impfungen registriert?

Ja, aber dies erfolgt anonym. Es werden nicht personenbezogene Daten darüber erfasst, wie viele Personen, in welcher Altersgruppe und wo geimpft werden. Hierfür wird ein elektronisches Meldesystem eingerichtet.

Wer wird zuerst geimpft?

Die höchste Priorität haben Personen ab 80 Jahren sowie alle Personen, die für die Behandlung, Pflege oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Personen betreut werden oder in stationären Einrichtungen arbeiten. Zur ersten Gruppe gehören auch diejenigen, die auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, in Rettungsdiensten oder in Impfzentren arbeiten.

Welche Gruppe steht an zweiter Stelle?

Die zweite Kategorie mit hoher Priorität umfasst alle Personen ab 70 Jahren sowie Personen mit einem sehr hohen oder hohen Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Dies schließt sowohl Menschen mit Demenz als auch Menschen mit Trisomie 21 und Transplantationspatienten ein. Enge Kontakte von Pflegebedürftigen können dann geimpft werden; Gleiches gilt für Menschen in Asyl- oder Obdachlosenunterkünften.

Wer ist in Gruppe drei?

Die dritte Gruppe umfasst alle Personen über 60, Personen mit starkem Übergewicht, Personen mit chronischer Nieren- oder Lebererkrankung, Patienten mit Immunschwäche und HIV-infizierten Personen sowie Personen mit Diabetes, Herzerkrankungen oder hohem Blutdruck. Krebs- und Asthmatiker sowie Menschen mit Autoimmunerkrankungen oder rheumatischen Erkrankungen sind ebenfalls enthalten.

Die dritte Priorität umfasst auch Mitarbeiter von Verfassungsorganen, Regierungen und Verwaltungen, Streitkräften, Polizei, Zoll, Feuerwehr, Katastrophenschutz und Justiz sowie Lebensmitteleinzelhändler. Darüber hinaus gibt es Menschen in prekären Arbeitsbedingungen wie Saisonarbeiter.

Leave a Comment