Finale des Eurovision Song Contest vor 3500 Zuschauern in Rotterdam ⋆ Nürnberger Blatt

Eurovision Song Contest – Bild: EBU / THOMAS HANSES

Das große Finale des Eurovision Song Contest fand am Samstagabend in den Niederlanden vor rund 3500 Zuschauern in der Halle statt. Trotz der Koronapandemie feierten und jubelten die Fans in der Ahoy Arena in Rotterdam, wo 26 Sänger und Musikgruppen in der Endrunde des diesjährigen ESC um den ersten Platz kämpften. Die Favoriten waren Italien, Frankreich und Malta. In den Wettbüros wurde der deutsche Sänger Jendrik mit seiner Popnummer “I Don’t Feel Hate” auf einem der Rücksitze geschlagen.

Der ESC fand letztes Jahr zum 65. Mal nach einer erzwungenen Corona-Pause statt. Aufgrund der Koronapandemie wurde der im Frühjahr 2020 in Rotterdam geplante Wettbewerb zum ersten Mal in seiner Geschichte abgesagt. Jetzt durfte der weltweit angesehenste Musikwettbewerb unter strengen Corona-Hygieneanforderungen stattfinden. Alle Teilnehmer und die Zuschauer mussten sich zuvor einem Koronatest unterziehen. Tausende Fans mussten zu Hause bleiben, weil die Anzahl der Zuschauer streng begrenzt war. Mehrere Millionen Menschen sehen sich das Spektakel immer vor dem Fernseher an.

Der Wettbewerb sollte diesmal wirklich spannend sein: Zu den stärksten Konkurrenten um den Sieg zählen die Französin Barbara Pravi mit ihrer „Voilà“ und die Sängerin Destiny for Malta mit „Je Me Casse“. Die italienische Band Maneskin gilt ebenfalls als Favorit. Mit ihrem „Zitti E Buoni“ bringen die Italiener ein Protestlied im Rockstil in den Wettbewerb ein, das oft von flachem Pop angetrieben wird. Der Gewinner sollte erst nach Mitternacht bekannt sein.

Für Jendrik aus Hamburg stehen die Chancen jedoch schlecht: Der Sänger erschien in einem rosa Blazer und einer hellblauen Hose mit seiner Ukulele und einem tanzenden Friedenszeichen neben sich und machte einen schrillen, demonstrativ gut gelaunten Auftritt. Auch wenn er in Rotterdam viel Applaus erhielt, sahen ihn die Wettbüros im Vergleich zu seinen Konkurrenten weit zurück. Beim letzten Wettbewerb im Vor-Corona-Jahr 2019 hat das deutsche Duo S! Sters in Tel Aviv wurde Dritter von unten.

Aufgrund des Sieges des Niederländers Duncan Laurence im Jahr 2019 fand der Wettbewerb in den Niederlanden statt. Der Sänger konnte am Samstagabend nicht im Finale sein und live auftreten: Er war mit Corona infiziert. Im ersten Halbfinale am Dienstagabend hatte Laurence noch gespielt.

Mitglieder der isländischen und polnischen ESC-Delegation hatten zuvor positive Tests durchgeführt. Deshalb tritt die isländische Band Dadi og Gagnamagnid nicht live in Rotterdam auf, sondern wird per Video aufgenommen. Auch sie hat die Chance auf einen Sieg.

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