Fehlende Haushaltsvereinbarung gefährdet UN-Friedensmissionen ⋆ Nürnberger Blatt

Vereinte Nationen

Die 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen haben es nicht geschafft, sich auf einen gemeinsamen Haushalt für die UN-Friedensmissionen zu einigen. Dies könnte zu einem “Einfrieren aller Einsätze” führen, wie die Nachrichtenagentur AFP am Montag aus diplomatischen Kreisen erfuhr. Demnach blockierten China und mehrere afrikanische Länder ein Abkommen. Die Länder hatten in letzter Minute eine ganze Reihe neuer Forderungen gestellt.

Die UN unterhält derzeit rund 20 Friedensmissionen in Konfliktregionen weltweit. Dafür stellen die Mitgliedsstaaten jährlich rund 6,5 Milliarden Dollar zur Verfügung. Die Missionen und das dafür vorgesehene Budget laufen von Anfang Juli bis Ende Juni.

“Wir hoffen, dass sie sich bald einigen werden”, sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric auf Nachfrage. Die einzelnen Friedensmissionen seien gewarnt und aufgefordert worden, Notfallpläne für den Fall zu erstellen, dass der Betrieb eingestellt werden müsse.

Ohne eine Budgetvereinbarung könnten die Friedensmissionen ab dem 1. Juli nicht mehr ausgegeben werden, erklärte Dujarric. UN-Generalsekretär António Guterres könnte dann nur noch Ausgaben für die Sicherheit des UN-Personals bewilligen.

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