Fast 950.000 Menschen in Großbritannien haben gegen Corona ⋆ Nürnberger Blatt geimpft

Impfung – Bild: Nodar über Twenty20

In Großbritannien wurden bereits fast 950.000 Menschen gegen das neuartige Coronavirus geimpft. Bis Sonntag erhielten 944.539 Bürger eine erste Dosis des Impfstoffs von der Mainzer Firma Biontech und ihrem US-Partner Pfizer, teilte die Regierung am Donnerstag in London mit. Aufgrund der zunehmenden Anzahl von Infektionen mit der neuartigen Koronamutation bereitet sich England inzwischen auf die Wiedereröffnung seiner Notfallkrankenhäuser vor.

Großbritannien ist führend bei der Impfung gegen das Coronavirus. Es war das erste westliche Land, das Anfang Dezember die Notfallgenehmigung für die Vorbereitung von Biontech und Pfizer erteilte. Der Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmaunternehmens AstraZeneca wurde am Mittwoch auch in Großbritannien zugelassen. Die Lieferung der Zubereitung sollte am Montag beginnen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts wurden in Deutschland bisher gut 131.000 Impfungen durchgeführt.

Aufgrund der Ausbreitung der neuen Koronamutation bereitet sich England nun auf die Wiedereröffnung seiner Notfallkrankenhäuser vor. Wie der National Health Service (NHS) angekündigt hat, bereiten sich die provisorischen Einrichtungen in ganz England auf die Aufnahme von Patienten vor. In der Zwischenzeit meldete Frankreich einen ersten Fall mit der in Südafrika aufgetretenen Virusmutation.

Aufgrund der Ausbreitung des neuen Koronastamms könnten die Krankenhäuser in England einer weiteren Überlastung ausgesetzt sein, sagte der NHS. Während der ersten Koronawelle wurden in ganz England sieben provisorische Krankenhäuser eröffnet, um zusätzliche Betten für Koronapatienten bereitzustellen.

Das Militär, das bereits zum ersten Mal beim Aufbau der Krankenhäuser geholfen hatte, sei wieder bereit, sagte der britische Verteidigungsminister Ben Wallace gegenüber dem Radiosender Times.

Nach neuesten Angaben werden derzeit 22.728 Menschen mit Koronainfektion in Krankenhäusern in Großbritannien behandelt. Allein am Donnerstag registrierten die britischen Behörden fast 56.000 neue Fälle, mehr als 12.000 davon in London.

Zahlreiche europäische Länder haben bereits das Auftreten der in Großbritannien entdeckten Virusvariante gemeldet. Experten befürchten, dass die Variante deutlich ansteckender ist als die ursprüngliche Form des Coronavirus.

In Frankreich wurde jedoch eine erste Infektion mit der in Südafrika identifizierten Koronamutation gefunden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums handelt es sich bei der betroffenen Person um einen Mann, der aus Südafrika zurückgekehrt ist. Die Behörden sagten, der Patient habe sich isoliert, als die Symptome auftraten.

Ein erster Fall der in Großbritannien entdeckten Virusvariante wurde am 25. Dezember in Frankreich bestätigt.

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