Fast 3,65 Milliarden Ostersäcke und Gemüsesäcke werden jedes Jahr konsumiert

(Symbolfoto: pixabay)

Osnabrück – In Deutschland werden Milliarden der sehr dünnen Ostertaschen und Gemüsesäcke konsumiert, die vom Verbot von Plastiktüten ausgenommen sind. Dies berichtet die “Neue Osnabrücker Zeitung” (NOZ) unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP. Dementsprechend griffen Supermarktkunden 2019 – neuere Zahlen liegen noch nicht vor – fast 3,65 Milliarden der sogenannten Hemdtaschen an.

„Dies entspricht einem Pro-Kopf-Verbrauch von rund 44 sehr leichten Kunststofftragetaschen oder -beuteln pro Jahr“, schreibt das Ministerium unter Berufung auf eine Umfrage der Society for Packaging Market Research.

Die kleinen Tragetaschen mit einer Wandstärke von weniger als 15 Mikrometern werden weiterhin in den Obst- und Gemüseabteilungen und an den Fleischschaltern vieler Supermärkte zu finden sein. Sie werden kostenlos oder gegen Cent ausgegeben. Klassische Plastiktüten werden ab 2022 verboten. Judith Skudelny, umweltpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, beschuldigte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) der Symbolik.

Der massive Konsum von Hemdtaschen “ist Teil der plastischen Wahrheit, die der Minister gerne schweigt”, sagte der FDP-Politiker, der intelligentere Lösungen anstelle von Verboten forderte. Skudelny bezeichnete biologisch abbaubare Hemdbeutel, die nach dem Einkauf als Müllsäcke für organische Abfälle wiederverwendet werden könnten.

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