Ex-CDU-Vizekapitän soll auch im Maskengeschäft tätig sein ⋆ Nürnberger Blatt

Maske - Bild: Fun_Travel über Twenty20
Maske – Bild: Fun_Travel über Twenty20

Das ehemalige Thüringer CDU-Mitglied des Bundestages, Mark Hauptmann, der sein Mandat wegen Korruptionsvorwürfen niederlegte, war laut einem Bericht des MDR am Donnerstagabend ebenfalls an Maskengeschäften beteiligt. Zum Beispiel vermittelte er die Lieferung von 41.000 Schutzmasken an den Bezirk Sonneberg.

Dem Bericht zufolge war nicht klar, ob Hauptmann finanziell von dem Deal profitierte, aber es gab Hinweise auf Verbindungen zwischen dem CDU-Politiker und dem fraglichen Unternehmen. Zuvor lehnte ein anderer Bezirk in Thüringen ein ähnliches Angebot von Hauptmann ab, unter anderem, weil er auf einer Lieferung gegen Vorauszahlung bestanden hatte. Bisher war bekannt, dass Vorwürfe gegen Hauptmann Geld von ausländischen Regierungen, einschließlich Aserbaidschans, angenommen hatten. Hauptmann bestreitet die Vorwürfe.

In der Maskenaffäre ging es bisher hauptsächlich um hohe Provisionszahlungen, die die früheren Unionspolitiker Georg Nüßlein und Nikolas Löbel für die Vermittlung von Geschäften mit Schutzmasken erhalten hatten. Am Freitagabend endet eine von der Fraktion festgelegte Frist, bis zu der die Abgeordneten zu möglichen finanziellen Vorteilen von Transaktionen im Zusammenhang mit Pandemien Stellung nehmen müssen.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) sagte gegenüber der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (Freitagsausgabe) über die Maskenaffäre: “Wenn einzelne Abgeordnete die Notlage ausgenutzt haben, um sich persönlich zu bereichern, ist das einfach unanständig und mit dem Mandat unvereinbar.”

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