EU-Länder einigen sich aufgrund von Corona ⋆ Nürnberger Blatt auf strengere Reisebeschränkungen

Reisen in Corona-Zeiten
Reisen in Corona-Zeiten

Die Mitgliedstaaten der EU haben gemeinsame Empfehlungen für Reisebeschränkungen zur Eindämmung der Koronapandemie vereinbart. Laut einem Sprecher der Kommission haben die EU-Staaten am Freitag entsprechende Vorschläge der EU-Kommission angenommen. Demnach sollten Reisen in und aus Risikogebieten nur in “absolut notwendigen” Fällen und in Verbindung mit strengen Anforderungen möglich sein.

Nach Angaben der EU-Kommission sollten Personen, die noch Hochrisikogebiete verlassen müssen, vorab getestet und anschließend unter Quarantäne gestellt werden. In ihren Regeln sollten die Mitgliedstaaten nicht zwischen grenzüberschreitenden und inländischen Reisen unterscheiden und beispielsweise Ausnahmen für grenzüberschreitende Pendler schaffen.

Die Bundesregierung geht weit darüber hinaus mit Plänen für Einreiseverbote für Länder mit einer hohen Inzidenz mutierter Coronavirus-Varianten. Nach Angaben des Innenministeriums sind neben Großbritannien, Südafrika und Brasilien auch die EU-Länder Portugal und Irland betroffen. Andere Länder könnten hinzugefügt werden. Laut Innenminister Horst Seehofer (CSU) könnte es im Güterverkehr Ausnahmen für deutsche Staatsbürger und Arbeitnehmer geben.

Brüssel hatte Deutschland daher bereits gewarnt, einzugreifen. Reisebeschränkungen sollten “die wirtschaftliche Erholung und die Bedeutung eines gut funktionierenden Gesundheitssystems nicht behindern”, sagte Innenkommissarin Ylva Johansson am Donnerstag. Die Menschen sollten auch die Möglichkeit haben, „ihre Verwandten zu treffen“.

Aus diplomatischen Kreisen wurde gesagt, dass Deutschland nicht das einzige EU-Land ist, das strengere Regeln plant als die von Brüssel vorgeschlagenen. Während der Debatte zwischen den EU-Botschaftern wies die portugiesische Präsidentschaft “ausdrücklich darauf hin, dass zusätzliche nationale Maßnahmen möglich sind”, sagte ein EU-Diplomat.

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