Erdogan bekräftigt seine entschlossene Haltung auf dem Weg zur EU-Mitgliedschaft

Türkischer Präsident Recep Tayyip Erdogan, 2021. (Foto: tccb)

Ankara – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat auch in diesem Jahr am Europatag eine Botschaft veröffentlicht.

Die Türkei werde ihre entschlossene Haltung und ihre Bemühungen auf dem Weg zur EU-Mitgliedschaft “trotz der Doppelmoral und der Hindernisse” beibehalten, sagte das türkische Staatsoberhaupt.

Die Türkei als Teil Europas in Bezug auf historische, geografische und menschliche Aspekte war bereit, ihren Beitrag zur Lösung der Probleme der Europäischen Union und zur Steigerung der Wirksamkeit der Union zu leisten. Die Mitgliedschaft der Türkei wird den Weg für den Aufstieg eines Europas ebnen, das auf regionaler und globaler Ebene effektiver ist und nicht nur den Bürgern, sondern auch den Menschen in ihrer Nachbarschaft und auf der ganzen Welt Hoffnung gibt, sagte Erdoğan. Die Europäische Union hatte jedoch ihre Versprechen bezüglich der Vollmitgliedschaft nicht eingehalten und den Beitrittsprozess der Türkei wiederholt behindert.

“Vor diesem Hintergrund hoffe ich, dass der ‘Europatag’ der Union hilft, sich von ihrer strategischen Blindheit zu befreien, und ich möchte allen Europäern, insbesondere meinen Bürgern, am 9. Mai, dem Europatag, gratulieren”, sagte Erdoğan.

Der 9. Mai 1950 gilt als Geburtsstunde Europas und wird in allen Mitgliedstaaten als Europatag gefeiert. An diesem Tag schlug der damalige französische Außenminister Robert Schuman vor, die Kohle- und Stahlindustrie in Frankreich und Deutschland einer gemeinsamen obersten Behörde zu unterstellen. Dieser Plan wurde in die Tat umgesetzt. Damit legte er den Grundstein für die heutige Europäische Union.

1987 beantragte die Türkei den Beitritt zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (ein Vorläufer der EU) und wurde 1997 ein potenzieller Kandidat für die Mitgliedschaft. D.Die Beitrittsgespräche begannen 2005.

2007 kamen die Verhandlungen jedoch aufgrund der Haltung der Türkei zur Zypernfrage zum Stillstand. Die deutsche und die französische Regierung hatten sich ebenfalls gegen die vollständige EU-Mitgliedschaft der Türkei ausgesprochen.

Nach dem gescheiterten Putschversuch im Juli 2016 hatten die Spannungen zwischen einigen EU-Staaten und der Türkei zugenommen. Deutsche Politiker waren daraufhin öffentlich der Ansicht, dass das EU-Parlament eine unverbindliche Entschließung verabschieden werde ein Einfrieren der Beitrittsverhandlungen gefordert.

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