Einreise für systemrelevante Pendler trotz Kontrollen möglich ⋆ Nürnberger Blatt

Porträt Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) - Bild: Henning Schacht / Bundesinnenministerium
Porträt Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) – Bild: Henning Schacht / Bundesinnenministerium

Trotz der seit Mitternacht geltenden strengen Grenzkontrollen mit der Tschechischen Republik und Österreich ist die Einreise für systemrelevante Pendler weiterhin möglich. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat in Abstimmung mit Bayern und Sachsen weitere Einreisemöglichkeiten für diese Pendler freigegeben, wie das Bundesinnenministerium am Sonntag bekannt gab. “Gesundheitsschutz hat oberste Priorität”, begründete Seehofer die strengen Einreisebeschränkungen. “Wir ignorieren nicht die Tatsache, dass unsere Grenzregionen jetzt in vielerlei Hinsicht miteinander verwoben sind.”

Es liegt in der Verantwortung der Bundesländer, zu bestimmen, welche Unternehmen in Sachsen und Bayern speziell unter die zusätzlichen Ausnahmen innerhalb der systemrelevanten Berufsbereiche fallen. Die sächsische Landesregierung hatte bereits am Freitag ihre Quarantäneregelung angepasst. Ausnahmen bilden Arbeitnehmer im Gesundheits- und Pflegesektor sowie in landwirtschaftlichen Betrieben, in denen das Vieh dringend gepflegt werden muss.

Für Bayern nannte der Innenminister Joachim Herrmann (CSU) auch Pendler aus den Heil- und Pflegeberufen, dh Mitarbeiter in Kliniken und Altenheimen, sowie systemrelevante Mitarbeiter in Unternehmen wie Wasserwerken, Elektrizitätsunternehmen und in der Lebensmittelproduktion. Als Beispiel führte er ein Werk an, in dem Glasprodukte für die Pharmaindustrie hergestellt werden.

Für Pendler an der bayerischen Grenze ist am Montag und Dienstag der Nachweis erforderlich, dass sie in Deutschland arbeiten. Dies könnte zum Beispiel dadurch geschehen, dass Sie bei der Einreise einen Arbeitsvertrag bei sich haben, sagte das Bundesministerium des Innern.

Ab Mittwoch sollte der Nachweis der amtlichen Bescheinigungen von den jeweiligen Landesbehörden in Bayern und Sachsen erbracht werden, in denen das Unternehmen und der Arbeitnehmer genannt werden.

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