Ehemaliger islamistischer Kämpfer in Berlin zu Bewährungsstrafe verurteilt ⋆ Nürnberger Blatt

Justitia – ein Symbol für Rechtsstaatlichkeit

Das Berliner Berufungsgericht hat einen 36-jährigen Mann wegen Mitgliedschaft in einer Terrororganisation in Syrien zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Die Probezeit wurde auf vier Jahre festgesetzt, wie eine Gerichtssprecherin am Donnerstag bekannt gab. Der Angeklagte Khalid A. wurde im vergangenen August in Potsdam festgenommen. Das Urteil wurde am Dienstag gefällt.

Anklagen der Bundesanwaltschaft zufolge soll sich der Mann 2013 in seinem Heimatland Syrien den Gruppen Ahrar al-Tabka und Ahrar al-Scham angeschlossen haben. Die Gruppen kämpften im syrischen Bürgerkrieg gegen den Herrscher Bashar al-Assad und wollte einen “religiösen fundamentalistischen Staat nach den Regeln der Scharia” errichten.

A. soll mit einem Maschinengewehr an den Kämpfen für die Stadt Tabka teilgenommen haben. Nachdem er die Stadt erobert hatte, soll er Wohnungen für Kämpfer gefunden haben, nachdem die rechtmäßigen Besitzer vertrieben worden waren. Er war auch Medienvertreter der Islamisten und dokumentierte Ereignisse. Bis Anfang 2014 sollte an der Bewachung eines Dammes teilgenommen haben.

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