Ehemaliger Deutsche-Bank-Händler in den USA zu einem Jahr Haft verurteilt ⋆ Nürnberger Blatt

US-Justiz - Bild: photovs über Twenty20
US-Justiz – Bild: photovs über Twenty20

Ein ehemaliger Händler der Deutschen Bank ist wegen Marktmanipulation zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden. Der 41-jährige Brite habe Marktteilnehmer mit einer als “Spoofing” bekannten Methode betrogen, teilte das US-Justizministerium am Montag mit. Der in London arbeitende Edelmetallhändler platzierte Orders, die er nie umsetzen wollte, und täuschte damit andere Marktteilnehmer über Angebot und Nachfrage.

Der Ex-Dealer der Deutschen Bank wurde im vergangenen September von einem Bundesgericht im Bundesstaat Illinois für schuldig befunden. Das Urteil gegen einen ehemaligen Kollegen soll nächste Woche verkündet werden.

Im Jahr 2018 zahlte die Deutsche Bank in den USA eine Geldstrafe von 30 Millionen US-Dollar (rund 25 Millionen Euro) wegen des Vorwurfs der Manipulation an den Edelmetallmärkten. Auch gegen die Grossbanken UBS und HSBC wurden Bußgelder in Millionenhöhe verhängt.

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