Doppelt so viele Passagiere im zweiten Corona-Sommerurlaub

(Symbolfoto: pixabay)

Berlin – In der vorletzten Woche gingen die Sommerferien in ganz Deutschland zu Ende. Insgesamt kann Deutschland auf 12 Wochen Urlaub zurückblicken. „Nach Monaten der Corona-Beschränkungen gab es an den Flughäfen sowohl Hoffnung als auch Vorfreude auf die Sommersaison“, zieht ADV-Geschäftsführer Ralph Beisel ein erstes, überwiegend positives Fazit:

  • Vom 19. Juni bis 12. September 2021 nutzten 28,6 Millionen Reisende (Ankunft + Abflug) einen deutschen Flughafen als Start- oder Zielpunkt für ihren wohlverdienten Urlaub.
  • Das ist ein Plus von 14,9 Millionen Fahrgästen in der Sommerferienzeit gegenüber 2020. Im Vergleich zum Vorkrisenniveau von 2019 wurde etwas mehr als die Hälfte der Fahrgäste (52 %) erreicht.
  • Bei Vorlage der ADV-Halbjahresbilanz betrug der Rückgang des Flugverkehrs in den ersten 6 Monaten 2021 gegenüber 2019 86 Prozent. 1971 wurden so wenige Passagiere registriert wie zuletzt.

„Die Menschen wollen trotz der sich häufig ändernden Reisebestimmungen, die die Pandemie mit sich bringt, wieder mit dem Flugzeug reisen. Positiv ist, dass die Reisenachfrage nach Urlaubsende nicht wesentlich nachlässt. Aufgrund der Buchungszahlen ist davon auszugehen, dass sich das aktuell gute Niveau im Oktober fortsetzen wird. Mit dem Ende der Ferienzeit kommt auch die Nachfrage nach Geschäftsreisen zurück“, bewertet Beisel die aktuellen Zahlen.

Auch die steigenden Passagierzahlen stellten alle Prozessbeteiligten vor Herausforderungen

Zu Beginn des Urlaubs schoss der Verkehr in die Höhe, doch die Reisen wurden kurzfristig gebucht – was die Flugplanung der Airlines und das Management der operativen Flughafenprozesse vor große Herausforderungen stellte. „Aufgrund der sehr ungleichmäßigen Verteilung der Flüge über den Tag kam es zu Verkehrsspitzen, in denen das Aufkommen sogar über dem Vorkrisenniveau lag. Zudem sind die Prozesse aufgrund der Corona-Hygienemaßnahmen zeitaufwändiger – vom Check-in über die Sicherheitskontrollen bis hin zur Flugzeugabfertigung. Die Flughäfen haben gemeinsam mit Behörden, Fluggesellschaften und Dienstleistern Nachjustierungen vorgenommen. Überall dort, wo längere Wartezeiten auftreten, arbeiten die Partner vor Ort an pragmatischen Lösungen“, erläutert Beisel die Situation.

Pünktlichkeit im Flugverkehr auf Vorkrisenniveau

Der ADV-Geschäftsführer erklärt: „3 von 4 Flügen starten pünktlich. Und die Flugpläne sind wieder stabil: Kurzfristige Flugausfälle, zum Beispiel aufgrund eines Nachfragerückgangs aufgrund geänderter Reisebeschränkungen, finden kaum noch statt. In Sachen Pünktlichkeit sind wir wieder auf dem Niveau von 2019.“

Flughäfen verlieren weiterhin monatlich rund 250 Millionen Euro Umsatz

Durch den Einbruch des Passagieraufkommens stehen die deutschen Flughäfen weiterhin mit dem Rücken zur Wand, erklärt Ralph Beisel: „Mit nur der Hälfte der Passagierzahlen im Jahr 2019 sind die Flughäfen noch lange nicht wirtschaftlich. Wie im Vorjahr werden die deutschen Flughäfen 2021 mit einem Milliardenverlust schließen. Die Luftfahrtindustrie war als erste von der Pandemie betroffen und wird als letzte die Krise verlassen. “

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