Die von Polizeigewalt Betroffenen melden sie selten

(Symbolfoto: nex24)

Bochum – Laut einer Umfrage melden nur neun Prozent der Betroffenen das Verbrechen, so die Wissenschaftlerin und Anwältin Laila Abdul-Rahman Deutschlandfunk Nova.

Geringe Erfolgschancen, komplizierte Beweise und der häufige Mangel an Zeugen sind Gründe, warum nur wenige diesen Schritt unternehmen. Andere sagten laut Abdul-Rahman, sie hätten aus Angst davon Abstand genommen, eine Beschwerde einzureichen. Sie wollten sich nicht an die Institution wenden, mit der sie gewalttätige Erfahrungen gemacht hatten, berichtet Dlf Nova fortsetzen.

Obwohl das Forschungsprojekt keine Studie zur Erstellung von Rassenprofilen ist, kann es dennoch einen Zusammenhang zwischen Diskriminierung und Polizeigewalt bestätigen, sagte Abdul-Rahman. Ohne dass die Polizeibeamten sich dessen unbedingt bewusst waren, beeinflussten bestimmte Mechanismen und Stereotypen die Operationen.

Wie Dlf Nova Berichten zufolge wollen die Forscher mit der Studie “Körperverletzung im Amt durch Polizeibeamte” verlässliche Daten zu Viktimisierungsrisiken, Verarbeitung, Dunkelfeld und Meldeverhalten in diesem Bereich erstellen. Zu diesem Zweck wurde eine quantitative Umfrage durchgeführt, um festzustellen, wer in welchem ​​Kontext Polizeigewalt erlebt hat. Befragt wurden auch Polizeibeamte und Opferberatungsstellen.

Die Polizeigewerkschaft kritisierte die Studie “Angriff von Polizeibeamten im Amt” als “nicht repräsentativ”.

Sabrina Kunz, Staatsvorsitzender der Polizeigewerkschaft (GdP) Rheinland-Pfalz:

„Von Anfang an hatte man den Eindruck, dass allein die Überschrift für dieses Thema zählt! Auch Prof. Dr. Singelnstein bewertet seine Studie als nicht repräsentativ. Darüber hinaus sind die Ergebnisse „nicht leicht verallgemeinerbar“ und es handelt sich um „Verdachtsfälle“ und „subjektive Bewertungen der Betroffenen“. Trotzdem versucht er weiterhin, sich mit seinen Thesen in der Medienlandschaft zu behaupten. Wir freuen uns daher, dass die ersten Wissenschaftler die Thesen jetzt in Aufsätzen kommentieren, widerlegen und die fragwürdige Methodik analysieren. Das BIP als Vertreter der Arbeitnehmer wurde im vergangenen Jahr als defensiv und reflexiv für ihre Kritik angesehen. Eines ist sicher: Wir brauchen mehr Forschung, einschließlich unserer eigenen, um den Nährboden für eine solche voreingenommene Forschung auf empirisch überprüfbare Weise zu beseitigen. “”

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