Die Trump-Administration verhängt Sanktionen gegen Nord Stream 2 ⋆ Nürnberger Blatt

US-Präsident Donald Trump - Bild: Andrea Hanks / Weißes Haus
US-Präsident Donald Trump – Bild: Andrea Hanks / Weißes Haus

Wie erwartet hat die US-Regierung im Streit um die Nord Stream 2-Pipeline in der Ostsee Sanktionen gegen ein russisches Laienschiff und seinen Eigner verhängt. Der scheidende US-Außenminister Mike Pompeo kündigte am Dienstag die Sanktionen gegen das Schiff “Fortuna” und die russische Firma KVT-RUS an. Er drohte auch mit weiteren Strafmaßnahmen. Die Regierung von Präsident Donald Trump endet jedoch am Mittwoch.

Das Bundeswirtschaftsministerium hatte bereits am Montagabend bestätigt, dass Washington Berlin über die bevorstehenden Sanktionen gegen “Fortuna” und KVT-RUS informiert habe. “Wir nehmen die Ankündigung mit Bedauern zur Kenntnis”, sagte ein Sprecher des Ministeriums.

Die Pipeline soll das Potenzial für russische Gaslieferungen nach Deutschland erheblich erhöhen, führt jedoch zu Spannungen sowohl innerhalb der EU als auch mit den USA. Die Trump-Administration lehnt den Bau der Pipeline entschieden ab und hat Ende 2019 Sanktionen gegen die Betreiber von Laienschiffen beschlossen.

Die Verlegearbeiten wurden daher im Dezember 2019 eingestellt. Nach Angaben der Betreibergesellschaft Nord Stream 2 AG, in der neben dem russischen Energieriesen Gazprom, Uniper und Wintershall aus Deutschland der französische Konzern Engie, der britisch-niederländische Konzern Shell und OMV aus Österreich sind Finanzinvestoren, die Pipeline ist derzeit zu 94 Prozent fertiggestellt. Demnach müssen noch rund 120 Kilometer Pipeline auf Dänisch und etwas mehr als 30 Kilometer in deutschen Gewässern verlegt werden.

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