Die Straßenschilder im Dorf “Fucking” wurden bereits in “Fugging” ⋆ Nürnberger Blatt geändert

Ficken – Bild: Tobias “ToMar” Maier, CC BY-SA 3.0über Wikimedia Commons

Die Schilder im österreichischen Dorf „Fucking“ wurden bereits ersetzt – obwohl die Namensänderung des Ortes eine Weile dauern wird. Erst am 1. Januar 2021 wird das Dorf mit 100 Seelen offiziell in “Fugging” umbenannt. Mit der Aktion möchte die Community ihren unerwünschten Ruhm loswerden. Wegen der obszönen Bedeutung des Ortsnamens auf Englisch hatten sich in der Vergangenheit zahlreiche Touristen über das Dorf lustig gemacht.

“Es wurde unerträglich, die Leute zeigten uns den Finger”, sagte ein älterer Bewohner der ausländischen Besucher. Die im November beschlossene Namensänderung war für die Dorfbewohner nicht einfach. “Wir haben es nicht gemocht, es kostet Geld, aber wir hatten keine andere Wahl”, sagte sie der Nachrichtenagentur AFP. Der Ort wurde regelmäßig von Touristen besucht. Die Besucher sahen die Ortsnamenschilder als Souvenirs und stahlen sie.

Viele Einwohner sahen in der Namensänderung den letzten Weg, um dem unerwünschten Ruhm zu entkommen. In der Vergangenheit kamen vor allem englischsprachige Touristen immer wieder 350 Kilometer östlich von Wien an den Ort. Sie ließen sich am Ortsnamenzeichen von Fucking fotografieren, manchmal in obszönen Posen, bevor sie die Bilder auf Internetplattformen veröffentlichten.

Es gab sogar ein Bier auf dem Markt, das von einer Firma in Deutschland gebraut wurde. Der Name des Bieres: “Fucking Hell”.

Einige der meist katholischen Einwohner befürchteten kürzlich, dass bald ein Bordell im Dorf gebaut werden könnte, was auf den Begriff „Ficken“ anspielt. Es bleibt abzuwarten, ob die Namensänderung den Bewohnern die Ruhe bringen wird, nach der sie sich sehnen. Einige der neuen Ortsnamenschilder wurden über Nacht übermalt, und der alte Name konnte wieder gelesen werden.

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