Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen Betrugs gegen Millionen mit Schutzhandschuhen ⋆ Nürnberger Blatt

Symbolisches Bild: Gerechtigkeit

Die Staatsanwaltschaft in Hechingen, Baden-Württemberg, hat in einem millionenschweren Betrugsfall Anklage erhoben. Nach dem Ausbruch der Koronapandemie soll der Verdächtige ein Geschäft mit nicht vorhandenen Schutzhandschuhen aufgenommen haben, um eine Vorauszahlung von über zwei Millionen Euro zu erhalten, wie die Behörde am Montag sagte. Zuvor hatte der Verdächtige Berichten zufolge einen ähnlichen Betrug mit FFP-3-Schutzmasken versucht.

Bei seinen Betrügereien habe der 31-Jährige den koronabedingten Bedarf an Schutzausrüstung “gezielt genutzt”, sagte der Staatsanwalt. Durch “gezielte und nachhaltige Manipulation seiner Geschäftspartner” soll er ein Opfer zum Kauf von 550.000 Packungen Schutzhandschuhen mit einem Gesamtwert von 4,3 Millionen Euro überredet haben. Der Verdächtige hatte nie die Schutzhandschuhe – es ging um die Anzahlung von über zwei Millionen Euro.

Der 31-Jährige überwies den Betrag in die Türkei, wo er und seine Frau das Geld auszahlen ließen. Vermutlich aus Angst vor einer Verhaftung in der Türkei kehrte der Mann mit seiner Frau nach Deutschland zurück, nachdem internationale Suchmaßnahmen eingeleitet worden waren. Die Frau wird wegen Mitschuld an Betrug mit Millionen angeklagt.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde er zusammen mit zahlreichen Wertsachen, Luxusuhren und einem Auto sowie Drogen und einer Pistole festgenommen. Neben dem Betrug muss sich der Mann daher auch für den unbefugten Besitz von Schusswaffen und einen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten.

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