Die Staats- und Regierungschefs der EU beraten im Umgang mit der Koronapandemie ⋆ Nürnberger Blatt

Europäische Union - Bild: Mauro Bottaro
Europäische Union – Bild: Mauro Bottaro

Die Staats- und Regierungschefs der EU haben am Donnerstagnachmittag ihre Beratungen über das Vorgehen bei der Koronapandemie aufgenommen. Wie ein Sprecher des EU-Ratspräsidenten Charles Michel bekannt gab, begann die Videokonferenz mit einem Austausch mit dem Präsidenten des Europäischen Parlaments, David Sassoli. Gegenstand der Überlegungen sind insbesondere die anhaltenden Lieferengpässe bei Koronaimpfstoffen und Grenzkontrollen, die aufgrund der Verbreitung mutierter Viren eingeführt wurden.

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte vor dem Treffen auch die Einführung eines europäischen Impfpasses beantragt, um Urlaubsreisen und die Lockerung von Beschränkungen zu ermöglichen. Er erhielt Unterstützung vom bulgarischen Premierminister Boiko Borissow, wonach sich die beiden Länder mit anderen Staaten wie Griechenland auf einen Vorschlag für einen Impfpass nach israelischem Vorbild geeinigt haben.

In Israel können Bürger, die zwei Dosen Impfstoff gegen das Coronavirus erhalten haben, einen „grünen Pass“ erhalten. Dies ermöglicht ihnen unter anderem, wieder Turnhallen, Schwimmbäder, Theater oder Hotels zu besuchen. Darüber hinaus hat Israel bereits Abkommen mit den EU-Ländern Griechenland und Zypern unterzeichnet, die es Menschen mit Impfbescheinigungen ermöglichen sollen, ab April zu reisen.

Mehrere EU-Länder haben vor dem Gipfel erneut bekräftigt, dass sie solche Vorschriften in der EU als „verfrüht“ betrachten. Sie wiesen darauf hin, dass nur ein kleiner Teil der Bevölkerung geimpft worden sei und dass sich für diejenigen, die geimpft wurden, „Privilegien“ ergeben könnten. Die Arbeiten an der EU-Impfbescheinigung beziehen sich bislang nur auf die Verwendung für medizinische Zwecke.

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