Die Schweizer Großbank UBS verteidigt sich in Paris gegen eine Milliardenstrafe ⋆ Nürnberger Blatt

Großbank UBS - Bild: twopix, CC BY-SA 2.0, über Wikimedia Commons
Großbank UBS – Bild: zweimalpix, CC BY-SA 2.0über Wikimedia Commons

Die große Schweizer Bank UBS wird in Paris erneut wegen Milliardenbetrugs vor Gericht gestellt. Das Geldhaus verteidigt sich im am Montag eröffneten Berufungsverfahren gegen die Verurteilung zu einer Rekordstrafe von 3,7 Milliarden Euro. Vor gut zwei Jahren haben Pariser Richter die Schweizer Bank für schuldig befunden, wohlhabende französische Kunden jahrelang in Steuerhinterziehung gelockt zu haben. UBS legte Berufung ein.

In erster Linie verurteilte das Pariser Strafgericht die Bank im Februar 2019 wegen Anstiftung zu Steuerbetrug in einem besonders schwerwiegenden Fall. Insgesamt sollen französische Kunden zwischen 2004 und 2012 elf Milliarden Euro bei UBS investiert haben.

Den Ermittlern zufolge hatte die Bank Geschäftsleute und Sportstars davon überzeugt, ihr Geld mit Hilfe von Trusts, Stiftungen oder Offshore-Unternehmen vor den französischen Steuerbehörden zu verstecken. Die deutschen Behörden hatten der französischen Justiz auch Dokumente zur Verfügung gestellt.

Die große Bank sagte, es gebe “keine konkreten Beweise” für die Vorwürfe. Der Ernennungsprozess ist für den 24. März geplant. Es war eigentlich für Juni 2020 geplant, musste aber wegen der Koronapandemie verschoben werden.

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