Die Krankenversicherung muss für Cannabis gegen Schlafapnoe nicht bezahlen ⋆ Nürnberger Blatt

Symbolbild: Marihuana - Bild: LittleIvan via Twenty20
Symbolbild: Marihuana – Bild: LittleIvan via Twenty20

Eine Krankenkasse muss eine versicherte Person, die an Schlafapnoe leidet, nicht für die Cannabisblumentherapie bezahlen. Eine Klage sei gescheitert, weil der Kläger nicht schwer krank sei, sagte das baden-württembergische Sozialgericht in Stuttgart am Montag. Anerkannte Standardtherapien sind verfügbar. (Ref. L 4 KR 1701/20)

Der 48-Jährige leidet an Schlafapnoe – dh nächtlichen Atempausen – mit Zähneknirschen und Schlafstörungen. Trotz seiner Nasenmaske habe er sehr unruhig geschlafen, sagte er. Nur Cannabisblumen hätten ihm geholfen. Sein Arzt befürwortete diese Therapie ebenfalls. Die Krankenkasse weigerte sich, die Kosten zu übernehmen, und argumentierte, dass es andere anerkannte Therapiemethoden gebe. Einwände und Klagen waren erfolglos. Das regionale Sozialgericht hat nun die Berufung des 48-Jährigen zurückgewiesen.

Das Gericht gab bekannt, dass es keine „lebensbedrohliche Krankheit oder eine Krankheit, die die Lebensqualität dauerhaft beeinträchtigen würde“ gibt, die sich hinsichtlich Schwere oder Seltenheit vom Durchschnitt der Krankheiten unterscheidet. Der Mann hatte die Behandlung mit Schlaftabletten abgelehnt. Es ist nicht ersichtlich, dass Standardtherapien erfolglos geblieben sind oder nicht auf ihn angewendet werden können.

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