Die illegale Entwaldung des Regenwaldes soll bis 2030 enden ⋆ Nürnberger Blatt

Jair Bolsonaro – Bild: Isac Nóbrega / PR, CC BY 2.0über Wikimedia Commons

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat in einem Brief an seinen US-Kollegen Joe Biden zugesagt, die illegale Abholzung des Amazonas-Regenwaldes bis 2030 zu beenden. Dieses Ziel kann nur mit erheblichen finanziellen Mitteln erreicht werden, sagte der rechtsextremistische Präsident. Er hoffte daher auf “jede mögliche Unterstützung” der internationalen Gemeinschaft sowie der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft.

Unter Bolsonaro hat die Zerstörung des Regenwaldes in Brasilien dramatisch zugenommen. Umweltschützer machen Bolsonaros Politik dafür verantwortlich, die sie beschuldigen, das illegale Clearing zu erleichtern. Bolsonaro hatte bereits im Wahlkampf angekündigt, die Amazonasregion wirtschaftlicher zu entwickeln und wiederholt Schutzgebiete für Landwirtschaft und Bergbau zu eröffnen.

Am 22. und 23. April wird Bolsonaro an einem von den USA organisierten virtuellen Klimagipfel teilnehmen, zu dem 40 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt eingeladen wurden.

Biden hat den Kampf gegen die globale Erwärmung zu einem seiner Hauptanliegen gemacht. Sein Vorgänger Donald Trump hatte die USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 herausgeführt und die USA zu einem internationalen Außenseiter in Bezug auf die Klimapolitik gemacht. Biden kehrte sofort nach seinem Amtsantritt im Januar zur Vereinbarung zurück.

Der Amazonas-Regenwald ist für den Klimaschutz von zentraler Bedeutung – er gilt als „grüne Lunge“ der Erde. Die Bäume können CO2 aufnehmen und speichern. Wenn sie jedoch niederbrennen, absterben oder abgeholzt werden, wird das Treibhausgas wieder in die Atmosphäre freigesetzt.

Leave a Comment