Die Gesundheitsminister verschieben die Entscheidung über die zweite Impfung mit Astrazeneca ⋆ Nürnberger Blatt

Impfung – Bild: StudioRomantic über Twenty20

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben eine Entscheidung über den Umgang mit Zweitimpfungen für Personen verschoben, die bereits einmal mit dem Produkt Astrazeneca geimpft wurden. Das bayerische Gesundheitsministerium gab dies am Mittwochabend bekannt. Jetzt sollten am Dienstag neue Konsultationen unter Beteiligung der Ständigen Impfkommission (Stiko) stattfinden.

Hintergrund hierfür ist die Entscheidung, das Medikament aufgrund des seltenen Auftretens von Hirnthrombosen, insbesondere bei jüngeren Frauen, in der Regel nur für Impfungen für Personen über 60 Jahre zu verwenden. Jüngeren Personen sollte es nur auf deren Wunsch angeboten werden und nach ärztlichem Rat.

Stiko hat empfohlen, für eine zweite Impfung auf Impfstoffe von Biontech / Pfizer oder Moderna umzusteigen, auch wenn die erste Impfung mit Astrazeneca bereits stattgefunden hat. Alternativ wurde diskutiert, nach Ermessen des Arztes in Einzelfällen eine zweite Impfung mit Astrazeneca in Arztpraxen zu ermöglichen.

Der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens hatte diese Empfehlung vor den Beratungen des Ministers begründet. Das Risiko bei einer großen Anzahl von Astrazeneca-Zweitimpfungen in der Altersgruppe unter 60 Jahren sei “nicht einschätzbar”, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

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