Die FDP fordert eine grundlegende Reform der Lehrerausbildung ⋆ Nürnberger Blatt

Lehrer – Bild: cafealternativo via Twenty20

Laut einem Medienbericht fordert die FDP vor Studienbeginn eine grundlegende Reform der Lehrerausbildung und strengere Auswahlverfahren. “Theorie und Praxis müssen enger miteinander verknüpft werden, damit die Studierenden ihr erworbenes Wissen frühzeitig in die Praxis umsetzen und ihr Verständnis für die Rolle vom Wissensvermittler zum Coach und Mentor erweitern können”, schreibt der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion. Thomas Sattelberger, in einem Positionspapier, dass das Redaktionsnetzwerk Deutschland (Dienstagausgabe) zur Verfügung steht.

Dem Bericht zufolge nennt Sattelberger die duale Berufsausbildung als Modell, wonach der OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher auch die Lehrerausbildung gestalten will. Jetzt sind Reformkurse erforderlich, die bei Erfolg zum Standardmodell werden sollten.

In Finnland würden nach einem sorgfältigen Verfahren für die Lehrerausbildung nur die am besten geeigneten Bewerber zugelassen, schreibt der FDP-Politiker der Zeitung zufolge. Um dies auch in Deutschland zu gewährleisten, muss die Eignung der Bewerber für den Lehrberuf zu Beginn des Kurses mit Hilfe eines Auswahlverfahrens ermittelt werden. “Dazu gehören nicht nur gute Noten, sondern auch die richtigen Persönlichkeitsanforderungen wie Beziehungsfähigkeit, Motivation und Engagement”, heißt es in dem Papier.

Jeder, der Lehrer ist, braucht ein gesetzliches Recht auf Weiterbildung von 40 Stunden pro Jahr, so der Anspruch der Partei. “Während Ärzte ihre Lizenz ohne Weiterbildung verlieren, können viele Lehrer in Deutschland 40 Jahre ohne eine einzige Weiterbildung unterrichten und erhalten dennoch alle paar Jahre eine automatische Gehaltserhöhung”, kritisiert der FDP-Politiker. Der Aufstieg in die nächste Gehaltsstufe sollte künftig mit dem Nachweis der obligatorischen Fortbildung verbunden sein.

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