Die EU will den Kampf gegen den Klimawandel zu einem zentralen Element ihrer Handelspolitik machen ⋆ Nürnberger Blatt

Europäische Union - Bild: Mauro Bottaro
Europäische Union – Bild: Mauro Bottaro

Die EU will den Kampf gegen den Klimawandel künftig zu einem zentralen Element ihrer Handelspolitik machen. “Die Herausforderungen, vor denen wir stehen, erfordern eine neue Strategie für die EU-Handelspolitik”, sagte Handelskommissar Valdis Dombrovskis am Donnerstag in Brüssel. “Die Handelspolitik muss die grüne und digitale Transformation unserer Wirtschaft uneingeschränkt unterstützen und die globalen Reformbemühungen der WTO leiten.”

Der neue Plan der EU-Kommission sieht vor, dass das Pariser Klimaabkommen von 2015 ein wichtiger Bestandteil künftiger Handelsgespräche wird. Unter anderem gab es in den 2019 mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten abgeschlossenen Verhandlungen massive Bedenken hinsichtlich der Entwaldung des Regenwaldes in Brasilien. Vor der Ratifizierung des Assoziierungsabkommens zur Bildung der Freihandelszone fordert Frankreich Garantien für die Einhaltung von Umweltstandards.

Die EU will auch ihre Handelsinteressen gegenüber den USA und China besser vertreten und setzt auf die Reform der Welthandelsorganisation (WTO). Die aktuellen Regeln sind veraltet, sagte Dombrovskis. “Es garantiert keine gleichen Wettbewerbsbedingungen mehr.” Bei der Reform stützt sich die EU auf den neuen WTO-Generaldirektor Ngozi Okonjo-Iweala, der am 1. März sein Amt antreten wird. Dies ist die “Möglichkeit für einen Neustart”.

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