Die EU hat die Impfbestellungen von Astrazeneca ⋆ Nürnberger Blatt noch nicht verlängert

AstraZeneca – Bild: Tim Reckmann / CC BY-NC 2.0

Die Europäische Union hat ihre Bestellungen für Corona-Impfstoffdosen von Astrazeneca über den Monat Juni hinaus noch nicht verlängert. Es ist noch nicht klar, ob es danach weitere Aufträge geben wird, sagte EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton am Sonntag. “Ob wir das tun, bleibt abzuwarten”, sagte er einem französischen Radiosender. Dies bedeutet jedoch nicht unbedingt das Ende des Geschäfts zwischen der EU und dem britisch-schwedischen Pharmaunternehmen.

Der Astrazeneca-Impfstoff hatte in den letzten Monaten massive Lieferverzögerungen erlitten. Die Wut in der EU wurde dadurch verursacht, dass die Lieferungen von Astrazeneca nach Großbritannien offenbar nicht gleichzeitig eingeschränkt wurden.

Astrazeneca hatte im ersten Quartal nur 30 Millionen anstelle der vereinbarten 120 Millionen Impfstoffdosen an die EU geliefert, unter Berufung auf Produktionsprobleme. Die EU beschuldigt den Hersteller der Vertragsverletzung und geht rechtlich gegen das Unternehmen vor.

Der Corona-Impfstoff der Gruppe hatte in den letzten Wochen aufgrund seltener schwerwiegender Nebenwirkungen ebenfalls Schlagzeilen gemacht. Seitdem haben mehrere EU-Mitgliedstaaten nur für bestimmte Altersgruppen Impfungen mit dem Impfstoff empfohlen.

Die Europäische Union hat am Samstag einen Vertrag mit Biontech und Pfizer über die Lieferung von bis zu 1,8 Milliarden weiteren Corona-Impfstoffdosen unterzeichnet. Anders als bisher geplant wird der Impfstoff von Biontech / Pfizer künftig nicht mehr primär in der EU eingesetzt, sondern der Impfstoff von Astrazeneca.

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