Die CSU fordert Sauter auf, auf offices Nürnberger Blatt auf Parteibüros zu verzichten

Markus Blume – Bild: CSU

CSU-Generalsekretär Markus Blume hat den ehemaligen bayerischen Justizminister Alfred Sauter, der nun auch in der Maskenangelegenheit unter die Augen der Münchner Staatsanwaltschaft geraten ist, aufgefordert, die Angelegenheit vollständig und vorbehaltlos zu klären. “Wir fordern ihn auch auf, sein Amt in der CSU niederzulegen, um Schäden an der Partei abzuwenden”, sagte Blume am Mittwoch vor Journalisten im bayerischen Landtag.

Darüber hinaus forderte der CSU-Generalsekretär von Sauter, dass er auch sein Mandat als Abgeordneter aussetzen sollte, “bis die Vorwürfe im Wesentlichen für ungültig erklärt wurden”. Zuvor war bekannt geworden, dass bei der Korruptionsuntersuchung gegen das frühere CSU-Mitglied des Bundestages Georg Nüßlein ein Abgeordneter des Landtags von den Ermittlern als fünfter Angeklagter ins Visier genommen wurde.

Sauter hatte zugegeben, einen Vertrag über den Verkauf von Korona-Schutzkleidung eines hessischen Herstellers an das bayerische Gesundheitsministerium geschlossen zu haben. Er behauptet nur, dies in seiner Funktion als Anwalt getan zu haben, ohne dass dies sein Mandat beeinträchtigt. Er lehnte Anträge der CSU ab, seine Vergütung und Einzelheiten des Geschäfts zu veröffentlichen.

Sauter ist Mitglied des Präsidiums und des Vorstands der CSU. Er leitet die Finanzkommission der Christian Socials, ist stellvertretender Vorsitzender des CSU-Bezirksverbandes Schwaben und Vorsitzender des CSU-Bezirksverbandes Günzburg und seit 1990 Mitglied des bayerischen Landtags.

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