Die Coronavirus-Mutation drückt Handelszentren auf der ganzen Welt tief in das rote ür Nürnberger Blatt

DAX-Börse – Bild: AFP über Glomex

Die neue Variante des Corona-Virus, die in Großbritannien aufgetaucht ist, hat die Börsen auf der ganzen Welt schwer getroffen. Die Handelszentren in Frankfurt am Main, London und Paris haben am Montag deutlich rote Zahlen geschrieben. Die New Yorker Börse eröffnete ebenfalls mit Verlusten. Das Virus traf auch die britische Währung: Das Pfund verlor 1,3 Prozent gegenüber dem Dollar, der Euro gewann 1,0 Prozent gegenüber der britischen Währung.

Der führende Londoner Index FTSE 100 verzeichnete einen Verlust von 1,7 Prozent gegenüber dem Schlusskurs am vorangegangenen Handelstag. Der Pariser Index CAC der 40 größten Unternehmen verlor 2,4 Prozent. Besonders stark war das Minus des deutschen Aktienindex (Dax). Der führende deutsche Index verlor 2,8 Prozent und schloss bei 13.246,30 Punkten.

Die europäischen Handelsplätze hatten im Laufe des Handels vorübergehend noch größere Verluste verzeichnet. Zur Mittagszeit hatte der Dax 3,7 Prozent rote Zahlen, in Paris minus 3,6 Prozent und in Mailand minus 3,5 Prozent. Die Papiere der Fluggesellschaften waren wegen der gestoppten Reise besonders betroffen.

Auch die US-Börsen gaben am Montag nach: Der Dow Jones-Leitindex notierte rund eine Viertelstunde nach Eröffnung des Handelsplatzes bei 0,6 Prozent, der Nasdaq-Technologieindex bei 0,8 Prozent und der S & P 500-Index bei minus 1,0 Prozent.

Seit Montag ist der US-amerikanische Elektroautohersteller Tesla auch Teil des renommierten S & P 500-Aktienindex, zu dem die größten börsennotierten US-Unternehmen gehören. Eine der Voraussetzungen für die Aufnahme ist die Rentabilität über mehrere Quartale. Die Aktien des Autoherstellers verloren jedoch nach dem Start 5,4 Prozent.

Die Börsen in Asien hatten zuvor leicht rote Zahlen geschrieben – die Angst vor der neuen Variante des Corona-Virus war zuvor durch das Abkommen in den USA über ein riesiges Corona-Hilfspaket abgefedert worden.

Auch der Ölpreis litt darunter. Die Nordseemarke Brent verlor 4,1 Prozent und lag bei 50,12 USD pro Barrel. Die in New York gehandelte US-Referenzsorte WTI verlor 4,5 Prozent und lag bei 46,91 USD.

Die in Großbritannien entdeckte Virusvariante wurde bereits in anderen Ländern nachgewiesen, darunter Italien, Belgien, den Niederlanden und Dänemark. Der Chefvirologe der Berliner Charité, Christian Drosten, sagte am Montag im Deutschlandfunk, es sei davon auszugehen, dass die Mutation bereits Deutschland erreicht habe.

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