Die Corona-Sperre in Israel wurde verschärft – Schulen und die meisten Geschäfte müssen geschlossen bleiben ⋆ Nürnberger Blatt

Corona in Israel – Bild: Mehaniq über Twenty20

Die Koronasperre wurde in Israel verschärft. Die neuen Beschränkungen traten am Freitag um Mitternacht Ortszeit in Kraft. Das Parlament hat am Donnerstag auf Drängen von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu über die Maßnahmen entschieden.

In Israel ist die dritte Sperrung seit Beginn der Koronapandemie seit Ende Dezember in Kraft. Bisher durften Schulen und die meisten Geschäfte geöffnet bleiben. Angesichts der anhaltend hohen Zahl von Infektionen müssen Schulen und alle Geschäfte, die für die Versorgung der Bürger nicht unbedingt erforderlich sind, geschlossen bleiben.

Außerdem dürfen sich die Bürger heute in der Regel nicht mehr als 1000 Meter von ihren Häusern und Wohnungen entfernt bewegen. Es gelten verschiedene Ausnahmen, beispielsweise für Arztbesuche und den Kauf von Lebensmitteln. Die festgezogene Verriegelung sollte mindestens zwei Wochen lang gelten.

Stunden vor Inkrafttreten der neuen Beschränkungen erhielt Israel die erste Lieferung des Corona-Impfstoffs von der US-Firma Moderna. Mehr als 1,5 Millionen Menschen im Land haben bereits eine Anfangsdosis des Impfstoffs von der Mainzer Firma Biontech und ihrem US-Partner Pfizer erhalten.

Netanjahu argumentiert, dass die Impfkampagne in Israel schneller verläuft als in jedem anderen Land der Welt. Am Donnerstag kündigte der Regierungschef eine neue Vereinbarung mit Pfizer über die Lieferung zusätzlicher Impfstoffdosen an. Die bestellten Mengen reichten aus, um alle Israelis über 16 Jahre bis März zu immunisieren, sagte Netanjahu. Israel werde das erste Land sein, das die Corona-Krise hinter sich lässt, kündigte er an.

In dem Land mit neun Millionen Einwohnern wurden seit Beginn der Koronapandemie rund 467.000 Infektionsfälle registriert. In Israel starben mehr als 3.500 Menschen an den Folgen der Infektion.

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