Die Corona-Pandemie trifft selbständige Frauen besonders hart ⋆ Nürnberger Blatt

Frau – Bild: Breezyjohnsonphoto über Twenty20

Laut einer Studie trifft die Koronapandemie selbständige Frauen besonders stark. Sie haben häufiger als männliche Selbstständige mit einem krisenbedingten Einkommensverlust zu kämpfen und leiden infolgedessen häufiger unter Depressionen und Angstzuständen, wie eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) gezeigt hat, über die die ” Süddeutsche Zeitung “berichtete am Dienstag im Voraus. Die Forscher befragten zwischen April und Juli 2020 Deutsche aus insgesamt 6.700 Haushalten.

Rund 47 Prozent der selbständigen Männer erlitten während der Corona-Krise finanzielle Verluste, während die Zahl der selbständigen Frauen bei rund 63 Prozent lag, wie die Zeitung aus der Studie zitierte. Die Ergebnisse lassen sich vor allem dadurch erklären, dass „selbstständige Frauen in Branchen, die von der Covid-19-Pandemie besonders stark betroffen sind, überproportional häufig arbeiten“ – beispielsweise durch die vorübergehende Schließung ihrer Geschäfte.

Dem Bericht zufolge ist die Schlussfolgerung der Studie, dass für Selbstständige eine „zuverlässige Unterstützung, die mit geringem Aufwand beantragt werden kann“ erforderlich ist, die auch die Lebenshaltungskosten abdeckt. Andernfalls könnten sich die Betroffenen zunehmend von der Selbständigkeit abwenden.

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