Die australische Regierung wirbt nicht mehr auf Facebook ⋆ Nürnberger Blatt

Symbolisches Bild: Facebook
Symbolisches Bild: Facebook

Die Konfrontation zwischen der australischen Regierung und Facebook hat sich verschärft. Die Regierung von Canberra kündigte am Sonntag an, keine Anzeigen mehr auf Facebook zu schalten. Die Ankündigung erfolgte zu Beginn der australischen Impfkampagne gegen das Coronavirus. Gesundheitsminister Greg Hunt sagte, die Regierung werde die Impfungen online bewerben, nur nicht auf Facebook.

Auslöser des Streits ist ein geplantes Gesetz zur Regulierung des digitalen Nachrichtenmarktes. Das Gesetz wurde letzte Woche vom australischen Unterhaus verabschiedet. Die Abstimmung im Senat ist für Ende dieser Woche geplant.

Die Regierung will das Gesetz nutzen, um die US-Internetgiganten Facebook und Google zu verpflichten, die Nutzungsgebühren der traditionellen australischen Medienunternehmen für die Verbreitung ihrer journalistischen Inhalte zu zahlen. Der Entwurf sieht Geldstrafen in Millionenhöhe für Verstöße vor. Auf diese Weise soll ein Teil der Werbeeinnahmen des US-amerikanischen Online-Riesen an die traditionellen Medienhäuser weitergegeben werden.

Als Reaktion auf das vorgeschlagene Gesetz blockiert Facebook seit Donnerstag den Zugang zu journalistischen Nachrichteninhalten für Nutzer in Australien. In den letzten Tagen hat die australische Regierung mit Facebook-Chef Mark Zuckerberg über Möglichkeiten zur Beendigung des Konflikts verhandelt.

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