Die Arbeiterwohlfahrt Westfalen warnt vor nutzlosen Bundesschutzmasken

(Symbolfoto: nex24)

Unter den FFP2-Schutzmasken, die die Bundesregierung derzeit an die Eigentümer von Pflegeheimen und Kindertagesstätten sendet, gibt es offenbar große Chargen, die einer Qualitätsprüfung nicht standhalten.

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) im westwestfälischen Landkreis warnt die Verwaltung ihrer 60 Pflegeheime vor der Verwendung dieser Schutzausrüstung. “Diese Masken sind völlig ungeeignet”, so AWO-Bezirksleiter Uwe Hildebrandt und Vorstandsmitglied Serdar Yüksel (SPD) der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ).

Mindestens 30.000 dieser Masken wurden bereits an die AWO-Einrichtungen geliefert. Zehntausende weitere sind noch auf Lager. Die AWO erklärte, dass die Kennzeichnung auf der Verpackung bereits zeigt, dass sie nicht für den medizinischen Bereich geeignet ist. Bei einer Überprüfung durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dekra wurden ein starker Eigengeruch der Masken, ein zu hoher Atemwiderstand und Undichtigkeiten festgestellt.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte angekündigt, dass bis Weihnachten rund 290 Millionen Schutzmasken aus Bundesbeständen kostenlos an alle Pflegeheime und ambulanten Pflegedienste verschickt werden.


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