DGB kritisiert scharf Wohnungsbaubilanz | nex24.news

(Symbolfoto: pixa)

Osnabrück – Die Ergebnisse der 2018 vereinbarten Wohnungsoffensive stießen bei den Gewerkschaften auf scharfe Kritik. DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell sagte, die “Neue Zeitung Osnabrück„:“ Bauminister Horst Seehofer kann in dieser Legislaturperiode auf etwas mehr als 100.000 neu gebaute Sozialwohnungen verweisen. Im gleichen Zeitraum sind jedoch mehr als doppelt so viele Sozialwohnungen außer Kontrolle geraten. “”

Körzell betonte, dass es ein Schlag ins Gesicht der Mieter sei, diese Entwicklung als Erfolg zu feiern. Er forderte Bund und Länder auf, dringend mehr Mittel zur Förderung des sozialen Wohnungsbaus bereitzustellen. „Das kostet mindestens sechs Milliarden Euro pro Jahr. Die eine Milliarde Euro, die die Bundesregierung jetzt verbraucht, ist nichts weiter als ein Tropfen auf den heißen Stein. Auf diese Weise erreicht man keine Trendumkehr auf dem Mietwohnungsmarkt. “”

Nach Angaben des DGB gibt es derzeit nur halb so viele Sozialwohnungen wie 2005. Damals waren es 2,2 Millionen, heute sind es nur noch 1,14 Millionen.

Die Bundesregierung hatte zuvor eine weitgehend positive Zwischenbewertung der Wohnungsoffensive vorgenommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte, das Ziel, in dieser Legislaturperiode 1,5 Millionen Wohnungen zu bauen, sei „nicht unerreichbar“. Bundesbauminister Seehofer betonte, die Regierung habe “alle zentralen Punkte umgesetzt”. Im vergangenen Jahr wurden trotz der Pandemie 300.000 Wohnungen gebaut. Das ist das höchste Niveau seit 20 Jahren.

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