DGB-Chef bindet Homeoffice-Pflicht an Impfquote ⋆ Nürnberger Blatt

Homeoffice – Bild: lelia_milaya über Twenty20

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, lehnt einen vorzeitigen Ablauf der Home-Office-Verpflichtung trotz sinkender Korona-Vorfälle ab. “Selbst wenn die Zahl der Infektionen endgültig abnimmt, wäre es unverantwortlich, jetzt alle wirksamen Mechanismen des Infektionsschutzes über Bord zu werfen”, sagte Hoffmann gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND / Dienstag-Ausgabe). Solange die Mehrheit der Arbeitnehmer nicht vollständig geimpft ist, sollten sich die Arbeitgeber „nicht ihrer Verantwortung entziehen“.

Insbesondere Unternehmen haben eine besondere Pflicht, für einen wirksamen Arbeitsschutz zu sorgen. “Dazu gehören neben klaren Hygienekonzepten zweifellos auch die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten”, so Hoffmann weiter.

Die vergangenen Monate hätten gezeigt, dass mobiles Arbeiten in weitaus größerem Umfang möglich sei als bisher angenommen, aber auch die Schattenseiten aufgedeckt, sagte der DGB-Chef. Deshalb fordert der DGB einen gesetzlichen Rahmen für mobiles Arbeiten. „Wir brauchen klare Spielregeln für eine moderne, digitale Arbeitswelt“, forderte Hoffmann.

Eine zentrale Rolle spielten stärkere Mitbestimmungsrechte, betonte der Gewerkschaftschef. Überall dort, wo Mitbestimmung und Tarifverhandlungen funktionieren, wurden vor der Corona-Krise, aber auch in den letzten Monaten viele gute Vereinbarungen zur Regelung des mobilen Arbeitens getroffen, die auf das jeweilige Unternehmen bzw .

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