Deutsche sehen Meinungsfreiheit in Gefahr ⋆ Nürnberger Blatt

Meinungsfreiheit – Bild: andreyyalansky19 über Twenty20

Laut einer aktuellen Allensbach-Umfrage sieht die Mehrheit der Deutschen die Meinungsfreiheit gefährdet. Nur noch 45 Prozent der Befragten haben das Gefühl, dass sich die politische Meinung in Deutschland frei äußern kann, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ am Mittwoch berichtete. Dies ist der mit Abstand niedrigste Wert, seit das Allensbacher Institut für Demoskopie 1953 erstmals danach gefragt hat.

Demnach sagten 44 Prozent der Befragten, es sei besser, vorsichtig zu sein. 59 Prozent nannten den Islam als Themen, denen mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Dem Bericht zufolge sagten 28 Prozent dasselbe über „Patriotismus und Patriotismus“ und 19 Prozent dasselbe über die Gleichberechtigung von Frauen. Am positivsten bewerteten Sympathisanten der Grünen und der Union die Meinungsfreiheit.

Unter den Anhängern aller anderen im Bundestag vertretenen Parteien überwog der Anteil derer, die glaubten, mit Meinungsäußerungen vorsichtig sein zu müssen. Am ausgeprägtesten ist diese Haltung bei AfD-Anhängern, von denen nur zwölf Prozent der Meinung sind, ihre Meinung frei äußern zu können.

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